Fast 8000 Kontrollen – Bundespolizei zieht Bilanz zum gestrigen Fahndungstag in Niedersachsen, Bremen und Hamburg

Am Mittwoch führte die Bundespolizeidirektion Hannover einen großangelegten Fahndungstag in den Bundespolizeiländern Bremen, Niedersachsen und Hamburg durch. Im Fokus standen die Hauptbahnhöfe sowie Flughäfen im Zuständigkeitsbereich, die Überwachung des Nah- und Fernverkehrs aber auch die Überwachung des grenzüberschreitenden Verkehrs, um ein klares Zeichen im Kampf gegen Kriminalität und zur Gewährleistung der Sicherheit der Reisenden zu setzen. Neben den regulär eingesetzten Kräften in den Bundespolizeiinspektionen wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen durchgeführt. Im Rahmen dieses Einsatzes hat die Bundespolizeidirektion Hannover gestern zwischen 08:00 Uhr und 22:00 Uhr über 800 uniformierte und zivilbekleidete Einsatzkräfte der Bundespolizei eingesetzt, um gezielt gegen Gewalt- und Eigentumskriminalität sowie gegen illegale Migration vorzugehen und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus waren am Fahndungstag auch spezialisierte Super-Recogniser der Bundespolizei in allen drei Bundesländern im Einsatz, die gezielt nach bislang nicht identifizierten Tatverdächtigen aber auch nach bekannten beschuldigten Personen suchten. Weiterhin wurden alle verdächtigen Personen überprüft, deren Verhalten auf eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder der Reisenden hindeutete. Ein weiterer Schwerpunkt wurde auf die Präsenz in den Zügen gelegt, so wurden direktionsweit auch diverse Zugstreifen durchgeführt, um die subjektive Sicherheit der Bahnreisenden zu erhöhen. Bilanz des Einsatzes: - Kontrollierte Personen und Sachen: 7951 (Schwerpunkt an den Flughäfen) - Aufenthaltsermittlungen: 55 - vollstreckte Haftbefehle: 4 - Platzverweise: 12 - Verstoß Allgemeinverfügungen: 5 - Zurückweisungen an der deutsch - niederländischen Grenze: 2 - Strafanzeigen insgesamt: 75Darunter: - Gewaltdelikte, Körperverletzungen: 4 - sonstige Straftaten: 71Exemplarische Sachverhalte zum gestrigen Fahndungstag: Hannover - Im Rahmen der Einsatzmaßnahmen am Fahndungstag kontrollierten die Hannoveraner Bundespolizisten eine 31-jährige Deutsche im Personentunnel des Hauptbahnhofs Hannover. Bei der Überprüfung der Personalien stellten die Beamten eine offene Fahndung der Berliner Justiz fest. Die Frau wurde wegen eines Diebstahls aus 2024 zu einer Geldstrafe von 1.000 Euro verurteilt und zur Festnahme ausgeschrieben. Den Geldbetrag konnte die 31-Jährige nicht aufbringen, sodass sie zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe von 22 Tagen in an eine Justizvollzugsanstalt für Frauen überstellt wurde. Braunschweig - Bei einer Zugstreife am direktionsweiten Fahndungstages kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Hannover einen 31-jährigen Mann mit ungeklärter Staatsangehörigkeit im Regionalexpress auf der Fahrt von Wolfsburg nach Braunschweig. Eine Prüfung der Personalien war vor Ort nicht möglich, sodass er erst auf dem Revier am Braunschweiger Hauptbahnhof anhand seiner einliegenden Fingerabdrücke identifiziert werden konnte. Hierbei ermittelten die Beamten einen offenen Haftbefehl der Berliner Justiz. Der Mann war wegen einer Straftat nach dem Waffengesetz im vergangenen Jahr zu einer Geldstrafe von 750 Euro verurteilt worden. Der 31-Jährige konnte die Geldstrafe nicht bezahlen und wurde zur Verbüßung seiner Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen an eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Hannover - Kräfte der Bundespolizeiinspektion Hannover kontrollierten in einem ICE von Berlin nach Hannover einen 49-jährigen litauischen Staatsangehörigen aufgrund einer Leistungserschleichung. Der Mann wurde nach der Kontrolle zur Dienststelle der Bundespolizeiinspektion Hannover gebracht. Ein anschließender Datenabgleich ergab, dass der 49-Jährige bereits wegen Erschleichens von Leistungen und Diebstahls polizeilich bekannt ist. Zudem wurde festgestellt, dass er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat. Aufgrund dieser Erkenntnisse ordnete die Staatsanwaltschaft Hannover die vorläufige Festnahme des Beschuldigten an, um ein beschleunigtes Strafverfahren einzuleiten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann in das Polizeigewahrsam Hannover überführt. Die richterliche Vorführung des Beschuldigten ist für den heutigen Tag geplant. Michael Schuol, Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, sagte dazu: "Mit dem heutigen direktionsübergreifenden Fahndungstag bin ich sehr zufrieden! Wir haben wieder ein deutliches Zeichen für mehr Sicherheit gesetzt - mit unserer flächendeckenden Präsenz in den drei Bundesländern und unserem konsequenten Vorgehen gegenüber Straftätern und Ordnungsstörern! Von den Reisenden in den Bahnhöfen, an den Flughäfen und in den Zügen haben wir zudem sehr positive Rückmeldungen zu unserem erhöhten Präsenz erhalten." Bereits in den vergangenen Wochen wurden durch die Bundespolizeidirektion Hannover in allen drei Bundesländern polizeiliche Maßnahmen zur Verhinderung und Verfolgung von Gewalt- und Sexualdelikten im bahnpolizeilichen Aufgabenbereich, an der Grenze zu den Niederlanden sowie an den Flughäfen in Bremen, Hamburg und Hannover durchgeführt. Die Bundespolizei wird weiterhin konsequent gegen Delikte vorgehen und ihre Präsenz an neuralgischen Punkten, wie Bahnhöfen und in den Zügen, aufrechterhalten, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten sowie das Sicherheitsempfinden der Reisenden spürbar zu erhöhen. Rückfragen bitte an: Bundespolizeidirektion Hannover Möckernstraße 30 30163 Hannover Britta Sell Tel.: 0511-67675 4102 E-Mail: presse.hannover@polizei.bund.de