Kreis Viersen: Sicher mobil leben – Zweiräder im Blick

Am Dienstag, 28. April, hat die Polizei in ganz NRW den Aktionstag "Sicher.mobil.leben" durchgeführt. Auch im Kreis Viersen waren zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei damit beschäftigt, sich mit der Sicherheit der Menschen, die auf zwei Rädern unterwegs sind, zu befassen. Und zwar ganz gleich, ob die zwei Räder mit Muskel- oder Motorkraft betrieben werden. Auch die Blickwinkel waren sehr unterschiedlich. Es ging sowohl darum, was Menschen auf zwei Rädern falsch machen können - auf dem Gehweg fahren, falsch abbiegen, jemanden "hinten drauf" mitnehmen, das Handy benutzen oder einfach mit einem nicht verkehrssicheren Gefährt unterwegs sein, als auch darum, wie andere Verkehrsteilnehmende den Menschen auf zwei Rädern das Leben schwer machen und sie gefährden. Insgesamt haben die Einsatzkräfte über 250 Fahrzeuge mit zwei oder vier Rädern kontrolliert. Fünf Motorradfahrende waren zu schnell unterwegs, bei den Autofahrenden waren es 139. Zwei Autofahrer fuhren über rote Ampeln. Zwei Fahrradfahrende haben ihr Handy genutzt, fünf sind auf dem Gehweg gefahren. Bei den Autofahrenden fällt die Bilanz durchwachsen aus. Sehr viele waren vorschriftsmäßig unterwegs und mussten nicht kontrolliert werden. An einer Kontrollstelle in Dülken fuhr eine Frau 70 statt der erlaubten 50 km/h. Die meisten Verstöße gab es bei einer Messung in Willich auf einer Ortsumgehung. Dort sind 70 km/h erlaubt. Um ein Fahrverbot zu erhalten, muss man mindestens 41 km/h zu schnell unterwegs sein. Leider haben das zwei Autofahrer geschafft. Ein Sportwagenfahrer brachte es auf traurige 133 km/h, fast doppelt so schnell wie erlaubt. In der Viersener Fußgängerzone bot sich den Beamtinnen und Beamten ein ruhiges Bild. Die allermeisten Menschen stiegen von Fahrrad oder E-Scooter ab und schoben ihr Gefährt - so, wie es sein soll. Ein junger Mann, der fahrender Weise auf einem E-Scooter erwischt wurde, musste ein Verwarngeld von 15 Euro zahlen. Und wenn so ein E-Scooter einmal da steht, dann schauen die Einsatzkräfte natürlich auch gleich, ob sonst alles stimmt: Ist das Fahrzeug versichert und hat das entsprechende Kennzeichen? Kann der Fahrer nachweisen, dass es sich um sein Fahrzeug handelt? Sind auf den ersten Blick erkennbare Manipulationen an dem "Elektrokleinstfahrzeug" wie der E-Scooter in der Fachsprache heißt, vorgenommen worden? In diesem Fall (Foto) war dann aber alles in bester Ordnung. Aber natürlich geht es bei der Sicherheit nicht nur darum, Menschen ihr Fehlverhalten - teilweise unterstützt durch einen Griff ins Portemonnaie - vor Augen zu führen. Vielmehr sollen ja die jüngsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer direkt von Anfang an lernen, wie man es denn richtig macht. Die Kräfte der Verkehrsunfallprävention haben am Dienstag an einer Grund- und einer Förderschule in fünf Klassen mit insgesamt 60 Kindern den richtigen Umgang mit dem Fahrrad gelehrt und praktisch umgesetzt. /hei (298) Rückfragen bitte an: Pressestelle Kreispolizeibehörde Viersen Telefon: 02162/377-1191 pressestelle.viersen@polizei.nrw.de