Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei: Zweifel an möglichem Übergriff auf Kind in Bad Reichenhall
BAD REICHENHALL, LKR. BERCHTESGADENER LAND. Ein Kind hatte angegeben, am 3. März 2026 im Bereich der Bundesstraße 21 in Bad Reichenhall möglicherweise von Unbekannten angegangen und verletzt worden zu sein. Die Kriminalpolizei Traunstein nahm daraufhin umfangreiche Ermittlungen auf. Inzwischen bestehen jedoch erhebliche Zweifel an dem geschilderten Vorfall.
Wie bereits berichtet, wurde am Abend des 3. März 2026 im Bereich der Bundesstraße 21 bei Bad Reichenhall ein Kind aufgefunden, das reglos auf einem Radweg lag. Das Kind wurde vor Ort durch Rettungskräfte medizinisch versorgt und anschließend in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Im Rahmen der ersten Befragungen gab das Kind an, zuvor das Bewusstsein verloren zu haben. Aufgrund von Erinnerungslücken konnte es lediglich angeben, dass sich zuvor unbekannte Personen im Nahbereich bei einem dunklen Pkw aufgehalten haben sollen.
Nach Bekanntwerden des Vorfalls leitete die Polizeiinspektion Bad Reichenhall umgehend erste Maßnahmen ein. Die weiteren Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei Traunstein unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein übernommen.
Im Zuge der bislang durchgeführten Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass sich der geschilderte Sachverhalt möglicherweise nicht wie zunächst dargestellt zugetragen hat. Es bestehen zudem Anhaltspunkte dafür, dass die geschilderte Lage nicht den tatsächlichen Umständen entsprochen haben könnte. Die Hintergründe sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.