Zuletzt vermehrt Fälle: Polizei warnt vor dem „Kettentrick“ – 2605017

Die Polizei im Kreis Mettmann hat zuletzt eine Häufung des so genannten Kettentricks registriert. Hierbei handelt es sich um eine Masche, bei der Trickbetrügerinnen und Trickbetrügern den hochwertigen Schmuck ihrer Opfer durch wertlosen Modeschmuck austauschen, während dieser getragen wird. Hierbei nutzen die Kriminellen die Gutgläubigkeit oder Hilfsbereitschaft ihrer Opfer gezielt aus. Alleine seit dem zurückliegenden Wochenende wurden der Polizei im Kreis Mettmann insgesamt drei solcher Fälle gemeldet. Am Sonntag (3. Mai 2026) hatte eine etwa 45 Jahre alte und ansonsten nicht näher beschriebene Frau auf dem Gehweg an der Rheinlandstraße eine 82-jährige Heiligenhauserin nach dem Weg zum Krankenhaus gefragt. Als die Seniorin der Dame half, gab die Frau an, sich bei der Dame bedanken zu wollen. Hierzu legte sie der Seniorin eine Kette um den Hals. Zuhause stellte die 82-Jährige fest, dass ihre ursprünglich getragene Goldkette entwendet worden war. Am Dienstag (5. Mai 2026) ereignete sich zur Mittagszeit ein ähnlicher Fall an der Dieselstraße in Ratingen: Hier war eine 54-jährige ebenfalls von einer Frau nach dem Weg zum Krankenhaus gefragt worden. Auch hier legte die Täterin der Ratingerin zum Dank eine Kette um den Hals. Wenig später fiel der 54-Jährigen auf, dass ihre ursprünglich getragene Kette entwendet worden war. Hier konnte jedoch eine Beschreibung der Täterin angegeben werden: - weiblich - etwa 50 Jahre alt - trug ein braunes Kopftuch - braune Haare - etwa 1,60 Meter groß - südländisches ErscheinungsbildEbenfalls am Dienstag (5. Mai 2026) wurde eine 73-jährige Heilgenhauserin Opfer der exakt gleichen Masche, als sie gegen 12 Uhr an der Stettiner Straße von einer Frau nach dem Weg zum Krankenhaus gefragt wurde. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kann die Polizei nicht ausschließen, dass die Taten von der ein und derselben Gruppierung begangen wurden. Entsprechende Ermittlungen wurden eingeleitet. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle im Kreis Mettmann entgegen. Eine Übersicht der Erreichbarkeiten ist unter dem folgenden Link abrufbar: https://mettmann.polizei.nrw/artikel/ihre-polizei-vor-ort-1. Gleichzeitig möchte die Polizei die derzeitige Häufung der Fälle zum Anlass nehmen, um vor dem "Kettentrick" zu warnen! So läuft der Kettentrick ab: Die Kriminellen agieren meist alleine oder in kleinen, nicht offen wahrnehmbaren Gruppen. Sie suchen oft gezielt nach älteren Menschen, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen. Die Kontaktaufnahme Die Taten finden in der Regel im öffentlichen Raum statt, also auf Straßen, Wegen, Plätzen oder auch in Cafés. Unter einem Vorwand nehmen die Kriminellen hier Kontakt zu ihren Opfern auf. Ein häufiger Vorwand ist die Bitte um eine Auskunft, beispielsweise eine Wegbeschreibung zum nächstgelegenen Krankenhaus oder einem öffentlichen Gebäude. Häufig geschieht die Ansprache auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus. Körperliche Nähe Die Kriminellen täuschen eine überschwängliche Dankbarkeit für die gegebene Auskunft vor und nehmen diese Dankbarkeit zum Anlass, dem Opfer ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck (Kette, Armband, Ring, ...) zu machen. Durch die Überschwänglichkeit in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt und abgelenkt werden. Unter dem Vorwand, beim Anlegen des Schmucks zu helfen, nehmen sie körperliche Nähe zu ihrem Opfer auf, indem sie es beispielsweise umarmen oder die Hände oder Unterarme umfassen. Der Diebstahl Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie zeitgleich den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es unbemerkt. Oft bemerken die Betroffenen den Diebstahl erst, wenn die Kriminellen sich bereits entfernt haben. Die Polizei rät: Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern. Stehen Sie, zur Not auch energisch, für Ihren persönlichen Raum ein. Suchen Sie zudem offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Passanten an oder rufen Sie um Hilfe. Verständigen Sie nach einem (versuchten) Diebstahl die Polizei über den Notruf 110 und geben Sie relevante Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um der Polizei die Möglichkeit einer schnellen Fahndung zu eröffnen. Fragen bitte an: Kreispolizeibehörde Mettmann Polizeipressestelle Adalbert-Bach-Platz 1 40822 Mettmann Telefon: 02104 982-1010 Telefax: 02104 982-1028 E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de X: WhatsApp-Kanal: Wir haben jetzt auch einen eigenen WhatsApp-Kanal! Hier informieren wir über wichtige und interessante Polizeimeldungen: