Koordinierte Maßnahmen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei wegen Verdachts des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornographie

ROSENHEIM / LKR. ROSENHEIM. Die Kriminalpolizei Rosenheim hat am Mittwoch, den 13. Mai 2026, in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Traunstein insgesamt 16 Objekte in der Stadt und dem Landkreis Rosenheim durchsucht. Anlass waren mehrere Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial, darunter elektronische Geräte und Speichermedien, sichergestellt. Die Zahl der Delikte im Zusammenhang mit Kinder- und Jugendpornografie ist seit Jahren angestiegen. In Stadt- und Landkreis Rosenheim ist jedoch von 2024 (212 Fälle) auf 2025 (131 Fälle) ein Rückgang um rund 38,2 Prozent zu verzeichnen. Um diese Entwicklung weiter zu fördern, arbeiten beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd spezialisierte Arbeitsgruppen der Kriminalpolizeiinspektionen eng mit den Staatsanwaltschaften sowie der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und dem dort angesiedelten Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet zusammen. Bei der Staatsanwaltschaft Traunstein ist zudem eine spezialisierte Abteilung eingerichtet, in der eine Staatsanwältin als Gruppenleiterin sowie vier weitere Staatsanwältinnen für diese Delikte zuständig sind. Im Rahmen der Ermittlungen wurden auf Antrag der sachleitenden Staatsanwaltschaft richterliche Beschlüsse für die Maßnahmen erlassen. Rund 25 Polizistinnen und Polizisten der Kriminalpolizei Rosenheim und der Zentralen Einsatzdienste (ZED) Bad Aibling vollzogen die von der Staatsanwaltschaft Traunstein beim Ermittlungsrichter erwirkten Durchsuchungsbeschlüsse. Die Durchsuchungen erfolgten bei 15 männlichen und einer weiblichen Beschuldigten im Alter zwischen 14 und 64 Jahren. In den Wohnungen der Beschuldigten stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial in Form von elektronischen Geräten, Mobiltelefonen und Speichermedien sicher, die nun aufwendig von IT-Forensikern ausgelesen und ausgewertet werden müssen. Die nun weitergehenden Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein geführt. Die Ermittlungsbehörden bewerten die konzertierte Aktion als wichtigen Erfolg im Kampf gegen Kinder- und Jugendpornografie. Sie betonen, dass sich Täter auch im vermeintlich anonymen Internet nicht sicher fühlen können. Die Ermittlungen dauern an.