Herrentagseinsätze im Bereich des PP Neubrandenburg
Wie gewohnt zählte Christi Himmelfahrt auch 2026 zu den einsatzreichsten Tagen im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Wie bereits im Vorjahr waren um die 400 Einsätze zu verzeichnen.
Neben diversen Einsätzen wegen verbaler Streitigkeiten oder Ruhestörungen, wurden auch in diesem Jahr wieder diverse Straftaten wie zum Beispiel Trunkenheitsfahrten gemeldet. Allein der Zeit vom 14. Mai 2026, 12:00 Uhr, bis 15. Mai 2026, 03:00 Uhr, kam es zu 25 Einsätzen aufgrund von Alkohol oder Drogen im Verkehr.
"Spitzenreiter" im Bereich Trunkenheitsfahrten ist ein 40-Jähriger. Der Mann war am Donnerstag gegen 21:50 Uhr mit seinem Fahrrad in der Stralsunder Seestraße unterwegs, als er eine verbale Auseinandersetzung mit mehreren Jugendlichen hatte. Diese hätten ihn zuvor an der Weiterfahrt gehindert. Im Rahmen der Sachverhaltsklärung durch die Beamten, stellte sich heraus, dass der Radfahrer einen Atemalkoholwert von 2,27 Promille aufwies.
Der erlaubte Höchstwert für Radfahrer liegt jedoch bei 1,6 Promille. Den Mann erwartet nun ein Verfahren wegen der Trunkenheit im Verkehr.
Gegen 19:40 Uhr waren die Stralsunder Beamten bei einer weiteren Trunkenheitsfahrt in der Seestraße eingesetzt. Ein 25-jähriger Radfahrer sollte einer Verkehrskontrolle unterzogen werden, da er einen alkoholisierten Eindruck machte. Die Beamten schalteten folgend das Anhaltesignal des Streifenwagens ein, um den Radfahrer auf die Kontrollabsicht hinzuweisen. Der 25-Jährige reagierte jedoch nicht auf das Signal und versuchte hingegen mehrfach den Streifenwagen zu rammen. Auf der Hafeninsel konnte der Radfahrer dann jedoch gestoppt werden. In weiterer Folge beleidigte er die Polizisten und versuchte sich der Kontrolle zu entziehen. Zur Klärung des Verdachtes der Trunkenheit im Verkehr wurde eine Blutprobenentnahme durchgeführt.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachtes der Trunkenheit sowie wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.
Eine weitere Trunkenheitsfahrt ereignete sich bereits gegen 14:50 Uhr in der Bergener Ruschwitzstraße. Ein 27-jähriger polizeibekannter Mann befuhr die Straße mit seinem Fahrrad, als er aufgrund eines vorhandenen Vollstreckungshaftbefehls durch die Beamten kontrolliert wurde. Im Rahmen der Verkehrskontrolle wurde bei dem Deutschen ein Atemalkoholwert von 1,76 Promille festgestellt.
Das Trunkenheitsfahrten nicht immer Schadenfrei ausgehen, zeigt ein Verkehrsunfall im Bereich der Polizeiinspektion Anklam.
Gegen 19:10 Uhr befuhr ein 50-Jähriger die Mühlenstraße in Katschow mit einem E-Trike in Richtung Labömitz. Dabei touchierte er nach bisherigen Erkenntnissen zunächst den Bordstein am rechten Fahrbahnrand und verlor in weiterer Folge die Kontrolle über das Fahrzeug, woraufhin vom Fahrzeug geschleudert wurde. Der Deutsche zog sich durch den Unfall schwere Verletzungen zu, sodass er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde. Eine Atemalkoholkontrolle vor Ort ergab einen Atemalkoholwert von 1,62 Promille.
Doch nicht nur Verkehrsdelikte riefen die Polizei auf den Plan. Wie in jedem Jahr wurden die Beamten zu diversen Körperverletzungsdelikten gerufen.
So auch gegen 22:20 Uhr in Neustrelitz. Auf einer privaten Herrentagsfeier in der Dr.-Schwentner-Straße kam es zunächst zu einer Auseinandersetzung zwischen drei Personen. In weiterer Folge wurde ein zunächst unbeteiligter 42-Jähriger mehrfach durch eine unbekannte Person gestoßen. Dabei wurde der Geschädigte mehrfach gegen einen Anhänger geschubst, sodass er sich leichte Verletzungen zuzog.
Zu einer gefährlichen Körperverletzung kam es in der heutigen Nacht, 15. Mai 2026, gegen 01:55 Uhr in der Stralsunder Wasserstraße. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es in einer Bar zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen. Im Zuge dieser wurden drei Männer im Alter von 27, 36 und 51 Jahren leicht verletzt.
Eine etwas andere Herrentagstour mit einer Kutsche zog ebenfalls strafrechtliche Ermittlungen nach sich.
Am Donnerstag wurde der Greifswalder Polizei gegen 15:50 Uhr gemeldet, dass kurz zuvor eine Pferdekutsche am Mühlentor vorbeigefahren sei. Auf dieser Kutsche haben sich sechs männliche Personen befunden, von welchen zwei eine verfassungsfeindliche Geste zeigten. Anschließend sei die Kutsche weiter in Richtung Europakreuzung gefahren. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen.
Um 23:15 Uhr wurde die Greifswalder Polizei zu einem ähnlichen Einsatz in die Greifswalder Bleichstraße gerufen. Ein Hinweisgeber meldete, dass sich ungefähr 20 Jugendliche mit einer Musikbox neben der dortigen Schule befinden und lautstark volksverhetzende Parolen skandiert. In weiterer Folge konnten neun Tatverdächtige im Alter von 15 und 16 Jahren festgestellt werden. Diese erwartet nun eine Anzeige wegen Volksverhetzung.
Das am Herrentag jedoch nicht nur Erwachsene Einsätze verursachten, zeigte sich unter anderem an folgendem Sachverhalt:
Gegen 16:40 Uhr wurde der Ueckermünder Polizei gemeldet, dass mehrere Jugendliche zunächst vor einem Geschäft in der Chausseestraße in Ueckermünde Alkohol konsumiert haben. Im Anschluss haben diese dann gewaltsam einen Einkaufswagen gegen eine Seitentür geschoben, sodass diese aufbrach. Der entstandene Schaden beläuft sich auf 1.000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Beinahe zeitgleich lief im Polizeihauptrevier Greifswald die Meldung über eine Sachbeschädigung in der Ladebower Chaussee auf. Mehrere Jugendliche sollten dort Verkehrszeichen entfernen. Vor Ort stellte sich heraus, dass zwei Andreaskreuze beschädigt wurden und ein weiteres Verkehrszeichen aus der Verankerung gerissen wurde. Durch die Polizisten konnte im Nahbereich die beschriebene Gruppe vermeintlicher Jugendlicher festgestellt werden. Es handelte sich um zehn junge Männer im Alter von 21 -23 Jahren.
Eine weitere Sachbeschädigung wurde gegen 19:45 Uhr in der Warener Isenbahnstraat gemeldet. Vor Ort sollten aus einer Gruppe von circa 15 Jugendlichen Steine auf vorbeifahrende Autos geworfen werden. Die eingesetzten Polizisten konnten die Gruppe am gemeldeten Ort antreffen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden keine Autos, dafür jedoch Verkehrszeichen beschädigt. Ein 12-Jähriger habe die Steine geworfen und zuvor bereits ein Graffiti an eine Gebäudewand gesprüht.
Die Beamten wurden jedoch nicht nur wegen Straftaten gerufen.
In der heutigen Nacht, 15. Mai 2026, gegen 01:10 Uhr, ging im Polizeirevier Malchin die Meldung über einen potentiellen Wohnungsbrand in der Straße der Zukunft in Altentreptow ein. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein 38-Jähriger eine Pizza in den Ofen schob und kurz darauf einschlief. In weiterer Folge brannte das Essen an und verursachte die Bildung von Qualm. Zu einem Brand kam es nicht. Der 38-Jährige wies einen Atemalkoholwert von 2,49 Promille auf.
Alle bekannten Beteiligten sind deutsche Staatsangehörige.
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