Seniorin wird Opfer von Schockanruf – Polizei sucht Zeugen und warnt erneut vor Betrugsmasche

Eine Seniorin aus Oldenburg ist am gestrigen Abend Opfer eines sogenannten Schockanrufes geworden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt die Seniorin gestern gegen 17:00 Uhr einen Anruf. Zunächst meldete sich eine weibliche Person, die sich als Tochter der Geschädigten ausgab. Im weiteren Verlauf wurde das Gespräch an einen angeblichen Arzt weitergeleitet. Dieser berichtete von einem schweren Verkehrsunfall, den die Tochter verursacht habe und bei dem eine Person verstorben sei. Anschließend übernahm ein angeblicher Staatsanwalt das Gespräch. Dieser erklärte, dass zur Vermeidung einer Haftstrafe eine hohe Kaution gezahlt werden müsse, da die Tochter andernfalls ins Gefängnis müsse. Während des andauernden Gesprächs suchte die Seniorin, die erheblich unter dem Eindruck der geschilderten Situation stand, Bargeld zusammen. Ihr wurde mitgeteilt, dass zeitnah ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft das Geld abholen werde. Wenig später erschien tatsächlich ein Mann an der Wohnanschrift der Seniorin in der Charlottenstraße in Oldenburg und nahm das Geld in einer Schatulle entgegen. Der Mann wird als etwa 40 Jahre alt und eher klein beschrieben. Seine Körpergröße wird auf etwa 165 Zentimeter geschätzt. Die Polizei warnt: Immer wieder versuchen Betrüger Andere mit frei erfundenen Notlagen unter Druck zu setzen und zur Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen. Angehörige, Polizei, Staatsanwaltschaften oder Gerichte verlangen niemals telefonisch die Zahlung einer Kaution oder die Übergabe von Geld an unbekannte Personen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch umgehend beenden und sich bei Angehörigen oder der Polizei rückversichern. Durch die Polizei wurden die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0441-7904115 zu melden. (581908) Rückfragen bitte an: Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt / Ammerland Pressestelle Jens Rodiek Telefon: 0441/790-4004 E-Mail: pressestelle@pi-ol.polizei.niedersachsen.de