Bei „Kettentrick“ erneut Halskette entwendet – 2606027

Eine bislang unbekannte Frau hat am Samstag (6. Juni 2026) in Velbert die Halskette einer Seniorin entwendet. Die Polizei warnt eindringlich erneut vor der Masche des sogenannten "Kettentricks". Das war nach ersten Erkenntnissen geschehen: Eine 81-jährige Frau aus Velbert hielt sich gegen 11.45 Uhr an der Bushaltestelle auf Höhe der Friedrich-Ebert-Straße 81 auf. Dort wurde sie aus einem Auto heraus von einer Frau angesprochen und nach einer Autobahnauffahrt gefragt. Die Seniorin beugte sich leicht in das Fahrzeug, um die Unbekannte besser zu verstehen. In dem Moment wurde sie von der Fremden ungewollt umarmt und zum "Dank" für die Auskunft mit Schmuck beschenkt. Anschließend fuhr das Auto mit Essener Kennzeichen in Richtung Willy-Brandt-Platz weiter. Die Seniorin bemerkte erst zu Hause, dass ihre eigene Halskette gestohlen worden war und erstattete Anzeige. Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise: Wer hat die Situation an der Friedrich-Ebert-Straße beobachtet und kann weitere Hinweise zu dem Fahrzeug, an dessen Steuer ein älterer Mann saß, oder zu der Tatverdächtigen mit dunklen Haaren machen? Die Wache in Velbert ist unter der Nummer 02051 946-6110 zu erreichen. Die Polizei nutzt den aktuellen Vorfall, um vor den sich zurzeit häufenden Fällen mit dem so genannten "Kettentrick" zu warnen: So läuft der Kettentrick ab: Die Kriminellen handeln meistens alleine oder in kleinen Gruppen. Sie suchen gezielt nach älteren Menschen, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen. Die Kontaktaufnahme Die Taten finden in der Regel im öffentlichen Raum statt, also auf Straßen, Wegen, Plätzen oder auch in Cafés. Unter einem Vorwand nehmen die Kriminellen hier Kontakt zu ihren Opfern auf. Ein häufiger Vorwand ist die Bitte um eine Auskunft, beispielsweise eine Wegbeschreibung. Häufig geschieht die Ansprache auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus. Körperliche Nähe Die Kriminellen täuschen eine überschwängliche Dankbarkeit für die gegebene Auskunft vor und nehmen diese Dankbarkeit zum Anlass, dem Opfer ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck (zum Beispiel Kette, Armband, Ring) zu machen. Durch die Überschwänglichkeit in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt und abgelenkt werden. Unter dem Vorwand, beim Anlegen des Schmucks zu helfen, nehmen sie körperliche Nähe zu ihrem Opfer auf, indem sie es beispielsweise umarmen oder die Hände oder Unterarme umfassen. In manchen Fällen wird aber auch einfach der Schmuck ohne Austauschen gestohlen. Der Diebstahl Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie zeitgleich den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es unbemerkt. Oft bemerken die Betroffenen den Diebstahl erst später. Die Polizei rät: Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern. Stehen Sie, zur Not auch energisch, für Ihren persönlichen Raum ein. Suchen Sie zudem offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Personen an oder rufen Sie um Hilfe. Verständigen Sie nach einem (versuchten) Diebstahl die Polizei über den Notruf 110 und geben Sie relevante Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um der Polizei die Möglichkeit einer schnellen Fahndung zu eröffnen. Fragen bitte an: Kreispolizeibehörde Mettmann Polizeipressestelle Adalbert-Bach-Platz 1 40822 Mettmann Telefon: 02104 982-1010 Telefax: 02104 982-1028 E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de X: WhatsApp-Kanal: Wir haben jetzt auch einen eigenen WhatsApp-Kanal! Hier informieren wir über wichtige und interessante Polizeimeldungen: