BPOLI MD: Bundespolizei stellt mutmaßlichen Kabeldieb auf frischer Tat – Flucht endet im Gebüsch
Am Sonntag, den 5. Juli 2026, nahmen Einsatzkräfte der Bundespolizei im Bereich der Bahnstrecke zwischen Bitterfeld und Halle (Saale) einen mutmaßlichen Kabeldieb fest. Ein zweiter Tatverdächtiger konnte unerkannt flüchten. Umfangreiche Beweismittel wurden am Tatort sichergestellt. Um 09:20 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn in Leipzig die Bundespolizeiinspektion Magdeburg über eine Rotausleuchtung auf der Bahnstrecke bei Petersroda. Zusätzlich meldete ein Triebfahrzeugführer zwei Personen im Gleisbereich. Eine Streife des Bundespolizeireviers Dessau, die sich in unmittelbarer Nähe befand, verlegte umgehend zum Ereignisort. Parallel wurden Einsatzkräfte des Polizeireviers Anhalt-Bitterfeld zur Unterstützung der Fahndungsmaßnahmen hinzugezogen. Bereits während der Anfahrt entdeckten die Bundespolizisten auf einer abgesperrten Baustelle der Deutschen Bahn eine dunkel gekleidete Per-son unmittelbar am Gleisbereich. Als diese das Einsatzfahrzeug bemerkte, ergriff sie sofort die Flucht. Im Rahmen der Fahndung gelang es den Einsatzkräften wenig später, einen 28-jährigen Tatverdächtigen versteckt in einem Gebüsch aufzuspüren und vorläufig festzunehmen. Ein weiterer Tatverdächtiger konnte trotz intensiver Suchmaßnahmen zunächst nicht festgestellt werden. Am Tatort fanden die Beamten einen mit bereits zerschnittenen Streckenkabeln beladenen Bollerwagen, weitere zum Abtransport bereitgelegte Kabelstücke, ein Fahrrad sowie einen während der Flucht zurückgelassenen Rucksack. In diesem befanden sich unter anderem ein Trennschleifer und weiteres Schneidwerkzeug. Zudem stellten die Einsatzkräfte geöffnete Kabelschächte sowie frische Schnittstellen an den Kabelanlagen fest. Sämtliche aufgefundenen Tat- und Beweismittel wurden sichergestellt. Der Tatverdächtige wurde zu den weiteren polizeilichen Maßnahmen auf das Bundespolizeirevier Halle (Saale) gebracht und nach Abschluss derer auf freien Fuß entlassen. Gegen den Deutschen wird nun unter anderem wegen des Verdachts der Störung öffentlicher Betriebe und des besonders schweren Falls des Diebstahls ermittelt. Die Tathandlung führte bei 52 Zügen zu 911 Gesamtverspätungsminuten. Weiterhin kam es zu zwei Total- und zu neun Teilausfällen. Die Ermittlungen, insbesondere zur Identität des flüchtigen zweiten Tatverdächtigen, dauern an.
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