Ins Gleis zum Schlafen gelegt – Mann ruft verfassungsfeindliche Parolen

Am 26.07.2026 gegen 20:30 Uhr befand sich eine Streife der Bundespolizei im Flensburger Hauptbahnhof. Vor den Augen der Bundespolizisten legte sich ein Mann in das Gleisbett von Gleis 2 und deckte sich mit seinem Schlafsack zu. Unverzüglich riefen die Beamten dem Mann zu, dass er sich sofort aus dem Gleisbereich herausbegeben solle, jedoch ohne Erfolg. Daraufhin begaben sich die Bundespolizisten nach Rückversicherung durch den Fahrdienstleiter ins Gleis und holten den offensichtlich alkoholisierten Mann zurück auf den Bahnsteig. Dieser wehrte sich so stark gegen die polizeilichen Maßnahmen, dass Handfesseln angelegt werden mussten. Dabei schimpfte er lautstark und rief verfassungsfeindliche Parolen wie "Heil Hitler" und "Sieg Heil". Auch dies wurde von den uniformierten Polizeibeamten unterbunden. Der 36-jährige polnische Staatsangehörige wurde den Räumlichkeiten der Bundespolizeiinspektion Flensburg zugeführt. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass er mit vier Fahndungsnotierungen u.a. verschiedener Staatsanwaltschaften zur Ermittlung seines Aufenthaltsortes gesucht wurde. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,59 Promille. Nach einigen Stunden wurde der 36-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem er seine zeitliche und örtliche Orientierung wiedererlangt hatte. Gegen ihn wurden Verfahren wegen der Verwendung von verfassungsfeindlichen Parolen sowie wegen des unerlaubten Aufenthaltes im Gleisbereich eingeleitet. Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizeiinspektion Flensburg wiederholt vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen: Leichtsinniges Verhalten - insbesondere unter Alkoholeinfluss- im Bahnbereich kann zu schweren Unfällen führen. Dabei gefährden sich die Personen durch ihr Handeln in vielen Fällen nicht nur selbst, sondern auch Zugreisende oder Helfer. Triebfahrzeugführer von einfahrenden Zügen können trotz schneller Reaktionen (Schnellbremsung) oftmals eine Kollision bzw. ein Überfahren von Personen nicht mehr verhindern. Rückfragen bitte an: Bundespolizeiinspektion Flensburg Valentinerallee 2a 24941 Flensburg Pressesprecher Thomas Hippler E-Mail: bpoli.flensburg.presse@polizei.bund.de Telefon: 0461/ 3132 - 1011 Mobil: 0172/ 4011 278