Bundespolizeidirektion München: Aggressiver Mann dringt in Lokführerkabine ein / Schnellbremsung aus Sicherheitsgründen – Bundespolizei ermittelt

Am Mittwochabend (26. August) hat der Triebfahrzeugführer eines Regionalzugs kurz vor Schaftlach eine Gefahrenbremsung durchgeführt. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei sah er sich dazu aus Gründen der Betriebssicherheit veranlasst, nachdem ein junger Mann unerlaubt in seine Fahrerkabine eingedrungen und ihn aggressiv angegangen war. Der Randalierer begab sich anschließend in ein Schaftlacher Wohngebiet, wo er sich vor der verständigten Polizei versteckte. Wenig später konnte der 21-Jährige, der aus dem Landkreis Miesbach stammt, festgenommen werden. Unvermitteltes Eindringen des aggressiven Mannes Während der Zugfahrt zwischen Bad Tölz und Schaftlach verhielt sich der Mann offenkundig in zunehmendem Maß aufgebracht. Nachdem er vom Lokführer darauf aufmerksam gemacht wurde, dass er von der Fahrt ausgeschlossen werde, wenn er sich nicht beruhige, schien zunächst alles geklärt zu sein. Kurz darauf riss der aggressiv auftretende Deutsche die Tür der Fahrerkabine auf, beschimpfte den Triebfahrzeugführer und nannte ihn einen "Nazi". Da der auf diese Weise Beleidigte nicht ausschließen konnte, dass die Situation weiter eskaliert, leitete er aus Sicherheitsgründen eine Schnellbremsung ein und veranlasste die Verständigung der Polizei. Durch das abrupte Abbremsen wurde offenbar keiner der betroffenen Fahrgäste verletzt. Nach Ankunft des Regionalzugs am Bahnhof Schaftlach trat der Randalierer laut Zeugenaussagen mehrfach gegen einige Zugscheiben. Diese hielten den Tritten stand. Festnahme nach kurzer Fahndung Bei Eintreffen der Polizeibeamten entfernte sich der 21-Jährige zügig vom Bahnsteig in Richtung Schaftlach. Dort versteckte er sich in einem Wohngebiet, konnte aber nach kurzer Fahndung durch Miesbacher und Bad Wiesseer Polizeikräfte gefasst werden. Seiner Fesselung widersetzte er sich zunächst, beruhigte sich dann jedoch zusehends. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten eine kleine Menge Marihuana. Eigenen Angaben zufolge hatte er noch vor Antritt der Zugfahrt Alkohol und Marihuana konsumiert sowie ein Medikament zu sich genommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er in der Nacht aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen werden. Ermittlungen und Zeugenaufruf der Bundespolizei Die bahnpolizeilich zuständige Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim hat inzwischen Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, betriebsgefährdender Handlungen sowie Beleidigung eingeleitet. Zeugen, die vor allem zu den Vorfällen im Zug oder am Bahnhof in Schaftlach Angaben machen können, bittet die Bundespolizei, sich unter der Rufnummer 0 80 31 / 80 26 21 02 zu melden. Rückfragen bitte an: Dr. Rainer Scharf Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim Telefon: 08031 8026-2200 Fax: 08031 8026-2099 E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de Internet: | X: bpol_by Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450 Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte Kontaktadresse oder unter sowie unter .