Verkehrssicherheit im Fokus: Bonner Polizei überprüfte bei Kontrolltag zahlreiche Verkehrsteilnehmende

Die Bonner Polizei hat am gestrigen Dienstag (03.11.2026) im Rahmen eines Verkehrskontrolltages in Bonn zahlreiche Verkehrsteilnehmende überprüft. Seit der Sperrung der Nordbrücke im Juni diesen Jahres hat sich der Verkehrsfluss, insbesondere auch im innerstädtischen Bereich, spürbar verändert und kommt in den Stoßzeiten des Berufsverkehrs regelmäßig beinahe vollständig zum Erliegen. Daraus resultierten vermehrte Verkehrsverstöße sowie Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmenden, was auch zu einer deutlichen Steigerung der Anzahl der Beschwerden führte. Im Rahmen dieses Einsatzes, an dem über 50 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte beteiligt waren, wurde erkanntes Fehlverhalten aller Verkehrsteilnehmenden konsequent geahndet. Die Anzahl meldepflichtiger Verkehrsunfälle in den Monaten Juni und Juli 2026 erhöhte sich im Stadtgebiet Bonn im Vergleich zum Vorjahr um über 20 Prozent. Von Januar bis Juli diesen Jahres verzeichnete die Bonner Polizei den höchsten Stand an Verunglückten im Vierjahresvergleich. Besonders betroffen sind verunglückte Rad- und Pedelecfahrende sowie verunglückte E-Scooter-Nutzende, deren Unfallzahlen sich fast verdoppelt haben. Ein Fokus der Einsatzkräfte lag unter anderem auf der Kontrolle von stark frequentierten Kreuzungsbereichen. Vielfach befahren Autofahrer, trotz stockenden Verkehrs, Kreuzungsbereiche, die anschließend für den Querverkehr und damit auch für Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs blockiert sind. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sanktionierung von Verstößen von Rad- und Pedelecfahrenden sowie E-Scooter-Nutzenden, die verbotenerweise Gehwege befuhren. Flankierend ging der Stadtordnungsdienst der Stadt Bonn verstärkt gegen Falschparkende auf Geh- und Radwegen vor. "Wir werden mit dem Kontrolltag auch der gestiegenen Unfall- und Beschwerdelage gerecht. Unsere Aufgabe besteht in der Überwachung und Gewährleistung der Sicherheit des Straßenverkehrs. Genau dafür sind unsere Kolleginnen und Kollegen, auch über diesen Kontrolleinsatz hinaus, jeden Tag im gesamten Stadtgebiet im Einsatz", betont der Leiter der Direktion Verkehr, Polizeioberrat René Distelrath. Neben geplanten Kontrolltagen, die auch künftig wiederholt werden, setzt die Bonner Polizei weiterhin auf eine gezielte Präventionsarbeit, beispielsweise durch Pedelec- und Fahrradtrainings oder E-Scooter-Schulungen. Auch am Dienstag waren Beamtinnen und Beamte der Verkehrsunfallprävention der Bonner Polizei am Brassertufer sowie am Hans-Steger-Ufer im Einsatz und führten zahlreiche Gespräche zur Sensibilisierung für Verkehrsunfallgefahren. Vorläufige Einsatzbilanz Insgesamt wurden in der Zeit von 06:30 Uhr bis 12:00 Uhr 115 Radfahrende, 25 Nutzende von Elektrokleinstfahrzeugen, 16 Fahrerinnen und Fahrer des Schwerlastverkehrs sowie 178 andere Verkehrsteilnehmende (in der Hauptsache Autofahrerinnen und Autofahrer) kontrolliert. Dabei wurden insgesamt 260 Verwarngelder erhoben und 29 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. In 56 Fällen wurden Radfahrende sanktioniert, die verbotswidrig Gehwege befuhren. Bei 35 Autofahrenden wurde das Blockieren von Kreuzungsbereichen im stockenden Verkehr geahndet. Zwei Verkehrsteilnehmende wurden Blutproben wegen des Verdachts auf den Konsum von berauschenden Mitteln entnommen. Darüber hinaus wurden zwei Ermittlungsverfahren wegen des Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis sowie wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetzes eingeleitet. Im Rahmen von Geschwindigkeitsüberwachungen wurden insgesamt 145 Verstöße festgestellt. Hier wurden insgesamt 115 Verwarngelder erhoben, gegen 30 Fahrzeughalter wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Vier Fahrzeugführende müssen darüber hinaus mit einem Fahrverbot rechnen. Rückfragen bitte an: Polizei Bonn Pressestelle Telefon: 0228 - 151023 Fax: 0228-151202 Folgen Sie für aktuelle Informationen gerne unserem WhatsApp-Kanal: