Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2025 – Einladung zu ergänzendem Pressegespräch und Hinweis auf Social-Media-Kampagne
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Unter dem Motto 'Bayern Mobil - sicher ans Ziel' hat sich die Bayerische Staatsregierung das Ziel gesetzt, die Verkehrssicherheit auf Bayerns Straßen bis zum Jahr 2030 weiter zu erhöhen. Auch das Polizeipräsidium Mittelfranken setzt weiterhin einen wichtigen Schwerpunkt in der Verkehrssicherheitsarbeit und bettet erstmals wichtige Botschaften zur Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 in die Social-Media-Kampagne 'NULL RISIKO - 100 % LEBEN' ein. Das Polizeipräsidium Mittelfranken veröffentlicht hiermit die Unfallzahlen für Mittelfranken und die Stadt Nürnberg und lädt interessierte Medienvertreter zu einem ergänzenden Pressegespräch ein.
Leichter Rückgang der Gesamtunfallzahlen
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei auf den mittelfränkischen Straßen insgesamt 48.711 Verkehrsunfälle. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr (48.934). Nahezu unverändert blieb die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden, die bei 7.941 Fällen lag (2024: 7.944).
Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Personen sank geringfügig auf 59 (Vorjahr: 60). "Wir stellen fest, dass der Wert weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt liegt. Das ist grundsätzlich positiv, dennoch ist jede im Straßenverkehr getötete Person eine zu viel", betont Herr Polizeidirektor Ingo Lieb, Leiter des Sachgebiets E 4 - Polizeiliche Verkehrsaufgaben beim Polizeipräsidium Mittelfranken.
Besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer
Personen "ohne Knautschzone" bleiben weiterhin besonders gefährdet: 34 der 59 Unfalltoten waren zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit einem motorisierten Zweirad unterwegs. "Einen fachlichen Schwerpunkt setzen wir weiterhin in diesem Bereich. Die verstorbenen Personen waren ohne schützende Karosserie unterwegs und daher im Vergleich zu einem Auto oder einem Lastwagen weniger gut geschützt. Durch zielgerichtete Präventionshinweise werden wir die Sicherheit dieser Verkehrsteilnehmer weiter erhöhen", so Lieb.
Bei den Fahrrad- und Pedelecfahrern ist ein Anstieg um 3,52 % auf 2.409 Unfälle zu beobachten. Die Zahl der verletzten Radfahrer stieg ebenfalls von 2.153 auf 2.223 (3,25 %) an. 15 Personen zogen sich tödliche Verletzungen zu (Vorjahr: 14). Ingo Lieb richtet sich mit einem Appell an die Verkehrsteilnehmer: "Den Kleinsten bringen wir es von Anfang an bei, also sollten auch wir Erwachsene mit gutem Vorbild vorangehen: Denken Sie an Ihren Kopf - tragen Sie einen Fahrradhelm!"
Landstraßen
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Sicherheit auf Landstraßen. Hohe Geschwindigkeit sowie Gegen- und Kreuzungsverkehr stellen hier oftmals ein großes Unfallrisiko dar. Dort ereigneten sich im Berichtsjahr 12.005 Unfälle. 1.944 Personen zogen sich hierbei Verletzungen zu. Mehr als zwei Drittel (42) der insgesamt 59 getöteten Verkehrsteilnehmer verstarben an den Folgen eines Unfalls auf einer Landstraße. "Hier haben wir einen Schwerpunkt erkannt und werden mit gezielten Kontrollen und sinnvollen Präventionsbeiträgen daran arbeiten, die Unfallzahlen und damit auch die schweren Folgen zu reduzieren", stellt Ingo Lieb in Aussicht.
Geschwindigkeit
"Geschwindigkeit ist nicht sportlich, Geschwindigkeit ist gefährlich!", unterstreicht Herr Polizeivizepräsident Ulrich Rothdauscher. Wie bereits in den Vorjahren bleibt überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bei Unfällen mit schwer verletzten oder getöteten Personen die Hauptunfallursache. Mit 2.013 Geschwindigkeitsunfällen ist ein Anstieg um 5,06 % im Vergleich zum Vorjahr (1.916) zu erkennen. Die Zahl der Verletzten erhöhte sich ebenfalls von 1.078 auf 1.136 (5,38 %). 16 Personen verloren ihr Leben (2024: 17).
Das Polizeipräsidium Mittelfranken registrierte im vergangenen Jahr 229.740 Geschwindigkeitsüberschreitungen. "Im Straßenverkehr ist angepasste Geschwindigkeit eine echte Lebensversicherung", hebt Herr Rothdauscher hervor. Ingo Lieb ergänzt: "Auch im Jahr 2026 werden wir das Tempolimit innerorts wie außerorts im Blick behalten, Kontrollen durchführen und Verstöße konsequent ahnden."
Ablenkung
Die mittelfränkischen Polizistinnen und Polizisten leiteten im vergangenen Jahr gegen 9.835 Personen Bußgeldverfahren ein, weil sie ihr Handy verbotswidrig verwendet haben. "Wer bei 50 km/h bremsen muss, braucht etwa 40 Meter, bis er steht", erklärt der Polizeivizepräsident. Ein kurzer Blick aufs Handy genügt, um selbst zur Gefahr zu werden: "Wer nur zwei Sekunden auf sein Handy schaut, legt 30 Meter Strecke zurück, ohne zu sehen, was vor ihm passiert", warnt der Polizeivizepräsident und fügt hinzu: "Die Hände gehören ans Steuer und nicht ans Handy!"
Trendthema E-Scooter
Besonders in urbanen Gebieten haben sich in den vergangenen Jahren E-Scooter als fester Bestandteil des Straßenbilds etabliert. Mit wachsender Beliebtheit steigen allerdings auch die Unfallzahlen. 2024 verletzten sich 314 Personen bei Unfällen mit einem E-Scooter. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei 337 (Anstieg um 7,32 %). Bei 37 Personen waren die Verletzungen schwerwiegend (2024: 57). Rund 40 % der Unfälle sind ohne Fremdeinwirkung passiert (144 von 355). In 26 Fällen waren die Fahrer alkoholisiert, vier standen unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel.
Alkohol und andere berauschende Mittel
"Nur wer nüchtern ist, fährt sicher! Alkohol und andere berauschende Mittel haben im Straßenverkehr nichts zu suchen!" - mit diesen klaren Worten richtet sich Herr Rothdauscher an die Bevölkerung. Ein Blick auf die Verkehrsunfallstatistik zeigt, dass bei 564 Alkoholunfällen 311 Personen verletzt wurden (2024: 560 Unfälle, 288 Verletzte). Ein Verkehrsteilnehmer verlor sein Leben (Vorjahr: 3). Bei den Drogenunfällen ist ein minimaler Rückgang von 68 auf 65 festzustellen. "Seit der Legalisierung von Cannabis ist inzwischen schon einige Zeit vergangen. Gerade deshalb ist es mir umso wichtiger, zu betonen, dass Cannabis ein Rauschmittel ist und somit ein großer Risikofaktor im Straßenverkehr bleibt", stellt Ingo Lieb im Hinblick auf die 37 bei Drogenunfällen verletzten und zwei getöteten Personen klar (Vorjahr: 32 Verletzte, keine getöteten Verkehrsteilnehmer). Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mittelfranken wurden im vergangenen Jahr 2.253 Fälle registriert, in denen Fahrzeugführer unter zu starkem Alkoholeinfluss standen. 2.120 kontrollierte Personen waren unter der Einwirkung anderer berauschender Mittel mit einem Fahrzeug unterwegs. Ausführliche statistische Daten
Die Straßenverkehrs- und Unfallstatistik 2025 für Nürnberg und Mittelfranken finden Interessierte unter folgendem Link: https://www.polizei.bayern.de/verkehr/statistik/003150/index.html
"NULL RISIKO - 100 % LEBEN"
Besonders möchten wir auf die bereits im Januar 2026 gestartete Social-Media-Kampagne aufmerksam machen. Unter dem anpassbaren Motto 'NULL RISIKO - 100 % LEBEN' haben wir auf unseren polizeieigenen Social-Media-Kanälen bereits zahlreiche Posts rund um das Thema Sicherheit im Straßenverkehr veröffentlicht und hierbei wichtige Hinweise platziert. Erstmals stellen wir in den kommenden Tagen in diesem Rahmen wichtige Botschaften zur Verkehrsunfallstatistik 2025 vor. Unsere Beiträge zur Verkehrssicherheit in den sozialen Medien sind unter folgenden Links abrufbar:
https://x.com/PolizeiMFR
https://www.instagram.com/polizeimfr/?hl=de
Sowie über den WhatsApp-Kanal der Polizei Mittelfranken
Einladung zum Pressegespräch:
Ergänzend zu den statistischen Daten bietet das Polizeipräsidium Mittelfranken interessierten Journalistinnen und Journalisten ein Pressegespräch an. Hierbei haben Medienschaffende zum einen die Möglichkeit, Fragen an Herrn Polizeivizepräsidenten Ulrich Rothdauscher und Herrn Polizeidirektor Ingo Lieb zu richten. Zum anderen stehen Herr Rothdauscher und Herr Lieb für Einzelinterviews zur Verfügung.
Wir laden Sie hierzu am Montag, den 02.03.2026, um 10:00 Uhr, in das Polizeipräsidium Mittelfranken am Jakobsplatz 5, 90402 Nürnberg (Zugang bitte über Eingang Jakobsplatz), ein. Wir bitten Sie höflichst, Ihre Anwesenheit unter der Rufnummer 0911 2112 - 1030 oder per E-Mail: pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de anzukündigen.
Erstellt durch: Christian Seiler / mc
Rückfragen bitte an:
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