Weniger Unfälle im Stadtgebiet Die Polizei Duisburg präsentiert den aktuellen Verkehrsbericht für das Jahr 2025

Wie oft rückte die Polizei im Jahr 2025 aus, um Unfälle aufzunehmen? Wie hat sich die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten entwickelt? Welche Verkehrsteilnehmenden waren häufig beteiligt? Die Direktion Verkehr hat Bilanz gezogen und präsentiert den Verkehrsbericht für das Jahr 2025 https://duisburg.polizei.nrw/sites/default/files/2026-03/260309_Verkehrsbericht_2025_final.pdf Die wichtigsten Fakten in Kürze - Die Unfallzahlen in Duisburg sind auf 16.959 Unfälle gesunken (-5,4%). - Die Zahl der Verkehrstoten ist von drei auf fünf Personen gestiegen. - Mehr als jede zweite Unfallflucht mit Verletzten konnte aufgeklärt werden. - Die Anzahl von Verkehrsunfällen mit Personenschaden unter Beteiligung von E-Scootern (Elektrokleinstfahrzeuge) ist deutlich gestiegen (ca. 40%). - Die Zahl der schwer verletzten Personen ist leicht gesunken. - Verkehrsunfallprävention und Opferschutz bleiben zentrale Bestandteile der Verkehrssicherheitsarbeit.Auch im Jahr 2025 setzten die Einsatzkräfte zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit um. Durch verstärkte Kontrollen, gezielte Schwerpunktaktionen und präventive Kampagnen verfolgt die Polizei Duisburg weiterhin konsequent das Ziel, Verkehrsunfälle zu reduzieren, schwere Unfallfolgen zu verhindern und das Sicherheitsbewusstsein nachhaltig zu stärken. Verkehrsunfalltote Im Jahr 2025 verloren fünf Menschen bei Verkehrsunfällen im Duisburger Stadtgebiet ihr Leben. Im Vergleich zum Vorjahr (drei Verkehrstote) bedeutet dies einen Anstieg um rund 66 Prozent. So unterschiedlich die Unfallhergänge auch waren, bleibt die Botschaft eindeutig: Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Polizeipräsident Alexander Dierselhuis betont: "Der Anstieg der Verkehrstoten im Jahr 2025 ist ein Zeichen dafür, dass wir unsere zielgruppenorientierten Maßnahmen weiterführen müssen. Zeitgleich mahnt es uns alle zu noch mehr Verantwortungsbewusstsein, Rücksicht und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Verkehrssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit - sie ist eine gemeinsame Aufgabe. Die allermeisten Verkehrsunfälle sind nicht auf ein Unglück, sondern auf menschliches Versagen zurückzuführen. Die meisten Unfälle sind vermeidbar. Um die "Vision Zero - Keine Verkehrstoten" zu erreichen, sind unsere Beamtinnen und Beamten unermüdlich im Einsatz, um Verkehrssünder zur Rechenschaft zu ziehen und die Menschen auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen." E-Scooter (Elektrokleinstfahrzeuge) Ein Schwerpunkt des Verkehrsberichts 2025 liegt auf der Entwicklung der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von E-Scootern. Die Zahlen zeigen seit Jahren einen aufsteigenden Trend: Im Ver-gleich zum Vorjahr ist die Zahl der Verunglückten deutlich gestiegen. Der Anstieg von 101 (2024) auf 136 (2025) Fälle entspricht einer Zunahme von 34,7 Prozent und markiert den bisherigen Höchststand seit Einführung der Fahrzeugklasse Elektrokleinstfahrzeuge im Jahr 2019. Polizeioberrat Alexander Paffrath, Leiter der Direktion Verkehr: "E-Scooter sind aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Sie bieten flexible Mobilität, bergen jedoch erhebliche Risiken. Die konstant hohe Zahl an Verunglückten zeigt, dass wir weiterhin intensiv kontrollieren, aufklären und präventiv tätig sein müssen. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für die Gefahren zu schärfen und die Eigenverantwortung der Nutzerinnen und Nutzer zu stärken." Verunglückte nach Altersklassen Auch in diesem Jahr bildet die Altersklasse der Erwachsenen (25 bis 64 Jahre) mit 1099 Verunglückten die bei Verkehrsunfällen am häufigsten vertretene Gruppe. Die jungen Erwachsene (18 bis 24 Jahre) landen mit 254 Verunglückten auf Platz zwei und die Gruppe der Seniorinnen und Senioren (65 Jahre aufwärts) mit 247 auf Platz drei. Am stärksten betroffen sind Autofahrende, gefolgt von Rad- und Pedelecfahrenden sowie zu Fuß Gehenden. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass Verkehrssicherheit alle Altersgruppen betrifft und kontinuierliche Sensibilisierung erforderlich bleibt. Unfallfluchten mit Verletzten: Mehr als jeder zweite Flüchtende ermittelt Wer einen Unfall verursacht und sich seiner Verantwortung durch Flucht entzieht, begeht eine Straftat. Rund 12-mal am Tag ereignete sich im Jahr 2025 eine Verkehrsunfallflucht mit Sachschaden. Die Zahlen sind mit 4.299 Fällen in 2025 auf dem Vorjahresniveau. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich liegt bei 35,2 Prozent. Bei den Unfallfluchten mit Verletzten (2025: 182) konnten die Beamtinnen und Beamten dank ihrer akribischen Ermittlungsarbeit die bereits hohe Aufklärungsquote des Vorjahres toppen: In rund 62 Prozent der Fälle konnte die Polizei Duisburg Unfallflüchtige ermitteln. Somit wurde der Rekordwert (Fünfjahresvergleich) aus dem vergangenen Jahr getoppt. Raser-, Poser- und Daterszene Ein Schwerpunkt der Polizei Duisburg war im Jahr 2025 weiterhin der Kampf gegen die Raser-, Poser- und illegale Tuningszene. 6-mal waren die Einsatzkräfte im Rahmen von Schwerpunktkontrollen (teilweise behördenübergreifend) im Stadtgebiet an den bekannten Hotspots in den Abend-stunden bis tief in die Nacht unterwegs und haben verstärkt Kontrollen durchgeführt - unter anderem an der L1 in Marxloh und in Hamborn. Neben Geschwindigkeitsmessungen überprüften auch speziell geschulte Tuning-Experten die Autos auf technische Veränderungen. Bei Rasern, die durch ihre Fahrweise andere in Gefahr gebracht oder Posern, die Anwohner mit Lärm und Müll belästigt hatten, haben die Beamtinnen und Beamten kein Auge zugedrückt, sind konsequent vorgegangen und konnten so Verdrängungseffekte erzielen. Verkehrsunfallprävention und Opferschutz Duisburger Camperinnen und Camper hatten am Sonntag (6. April) erstmalig die Möglichkeit, ihre Wohnmobile und Wohnwagen kostenfrei auf dem Parkplatz an der MSV-Arena wiegen zu lassen. Die Polizei wollte den Campern nicht nur ein sicheres Gefühl für ihre Reise mitgeben, sondern auch dafür sorgen, dass sie mit einem rundum gut vorbereiteten Fahrzeug in die Reisesaison starten können. Neben der Wiege-Aktion hatten die Bürgerinnen und Bürger auch die Gelegenheit, sich zu verschiedenen Sicherheitsthemen rund um das Thema Camping beraten zu lassen. Hierbei standen Experten der Verkehrsunfall- und Kriminalprävention zur Verfügung und gaben wertvolle Tipps zu Themen wie Verkehrssicherheit, Einbruchschutz für Reisemobile sowie der sicheren Befestigung von Ladung und Gasflaschen. Die Verkehrsunfallprävention ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit. Mit zielgruppenorientierten, bereits etablierten Aktionen - beispielsweise in Schulen, bei Senioreneinrichtungen oder bei Informationsveranstaltungen - sensibilisieren die Expertinnen und Experten für Gefahren im Straßenverkehr und fördern rücksichtsvolles Verhalten. Ein Verkehrsunfall kann für Betroffene, Angehörige, Augenzeuginnen und -zeugen sowie Ersthelfende belastend sein. Der polizeiliche Verkehrsopferschutz steht Betroffenen gemeinsam mit Netzwerkpartnern beratend und unterstützend zur Seite. Die Zahlen des Verkehrsberichts 2025 zeigen: Trotz intensiver Präventions- und Kontrollmaßnahmen bleibt die Verkehrssicherheit eine dauerhaft zu bewältigende Aufgabe, der sich die Polizei Duisburg stellt. Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an: Polizei Duisburg - Pressestelle - Polizei Duisburg Telefon: 0203 280 -1041, -1045, -1046, -1047 Fax: 0203 280 1049 E-Mail: pressestelle.duisburg@polizei.nrw.de außerhalb der Bürodienstzeiten: Polizei Duisburg Telefon: 0203 2800