260319-1. „Mobil. Aber sicher!“ – Bilanz einer hamburgweiten Verkehrskontrolle
Zeit: 18.03.2026, 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Ort: Hamburger Stadtgebiet
Unter der Leitung der Verkehrsdirektion Süd (VD 4) führten am Mittwoch Beamtinnen und Beamte der Verkehrsdirektionen (VD 1-4 und 6), der Schutz- und Wasserschutzpolizei sowie der Akademie der Polizei mobile und stationäre Kontrollen mit dem Schwerpunkt "Ungeschützte Verkehrsteilnehmende" durch.
Insbesondere Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende und E-Scooter-Nutzende sind als ungeschützte Verkehrsteilnehmende immer wieder Gefahren im Straßenverkehr ausgesetzt.
Im Fokus dieser Verkehrskontrollen standen zum einen Fahrzeugführende, die durch ihre Verstöße ungeschützte Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer gefährden können. Zum anderen richteten sich die Maßnahmen auch an die ungeschützten Verkehrsteilnehmenden selbst, die durch eigenes Fehlverhalten - etwa durch Ablenkung - zu gefährlichen Situation im Straßenverkehr beitragen können.
In diesem Zusammenhang überprüften die insgesamt 264 eingesetzten Polizeikräfte insgesamt 773 Fahrzeuge und 863 Personen und leiteten folgende Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein:
Straftaten
- 13 x Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz
- 5 x Fahren ohne Fahrerlaubnis
- 1 x Verdacht der Steuerstraftat
- 1 x Kennzeichenmissbrauch
- 2 x sonstige StraftatenOrdnungswidrigkeiten
- 1.002 x Geschwindigkeitsverstoß
- 235 x Parkverstoß
- 200 x Missachtung roter Ampeln (Kraftfahrzeugführende,
Radfahrende sowie zu Fuß Gehende)
- 90 x verbotswidrige Handynutzung (Kraftfahrzeugführende und
Radfahrende)
- 39 x Missachtung der Anschnallpflicht
- 15 x Fahren unter dem Einfluss berauschender Mittel
- 11 x Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert
- 7 x Fehler beim Abbiegen und Wenden
- 3 x Verstoß gegen die Ladungssicherung
- 104 x sonstige OrdnungswidrigkeitenDarüber hinaus stellten die Einsatzkräfte insgesamt 29 Mängelmeldungen - zum Beispiel wegen nicht mitgeführter Papiere oder technischer Mängel - aus und ordneten insgesamt 15 Blutprobenentnahmen an. Weiterhin untersagten sie insgesamt 27 Fahrzeugführenden vorläufig die Weiterfahrt.
Im Rahmen der Präventionsarbeit führte die Verkehrsdirektion 6 (VD 6) unter anderem in der Rindermarkthalle im Stadtteil St. Pauli rund 200 Aufklärungsgespräche und verteilte diverses Informationsmaterial zum Thema Sichtbarkeit von ungeschützten Verkehrsteilnehmenden.
Es kam zudem zu folgenden Besonderheiten:
Bei der Überprüfung eines 36 Jahre alten Fahrzeugführers in der Walddörfer Straße ergaben sich Hinweise darauf, dass dieser sein Auto unter dem Einfluss von Kokain führte. Die Polizistinnen und Polizisten ordneten eine Blutprobenentnahme an und untersagten dem Albaner die Weiterfahrt. Zudem führte er das Fahrzeug, ohne im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein.
Im Rahmen der Kontrolle bestand weiterhin der Verdacht, dass sich der 36-Jährige illegal im Bundesgebiet aufhält und illegal einer Arbeit nachgeht.
Auch bei seinem Beifahrer bestand der Verdacht der illegalen Arbeitsaufnahme. Gegen beide Personen wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.
An der stationären Kontrolle im Großmoorring überprüften die Beamtinnen und Beamten eine Fahrzeugführerin, der aufgrund mangelnder Fahreignung die Fahrerlaubnis bereits durch die Führerscheinstelle des Landesbetrieb Verkehrs (LBV) entzogen worden war. Der Frau wurde die Weiterfahrt untersagt und ein Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.
Des Weiteren überprüften die Einsatzkräfte den Fahrer eines Jaguars mit ukrainischem Kennzeichen, bei dem der Verdacht eines Verstoßes gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz bestand, da der 27-jährige Ukrainer seit 2023 in der Bundesrepublik wohnhaft ist. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt und ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Steuervergehens eingeleitet.
Während seiner Fahrstunde überprüften die Polizeikräfte einen Fahrschüler, bei dem sich Hinweise ergaben, dass dieser das Fahrschulauto, einen den VW Tiguan, unter dem Einfluss von THC führte. Die Beamtinnen und Beamten untersagten dem Mann die Weiterfahrt und ordneten eine Blutprobenentnahme an. Zudem leiteten sie ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen setzte der Fahrlehrer die Weiterfahrt fort.
Die Polizei Hamburg wird auch weiterhin Verkehrskontrollen durchführen, um die Sicherheit auf Hamburgs Straßen zu erhöhen und die Verkehrsteilnehmenden zu sensibilisieren.
Wen.
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