Überfall auf 19-Jährigen in Bad Reichenhall war vorgetäuscht

BAD REICHENHALL, LKR. BERCHTESGADENER LAND. Seinen Angaben zufolge, wäre ein 19-Jähriger aus dem Landkreis am Abend des 15. März 2026 von mehreren Unbekannten körperlich angegangen und auch beraubt worden. Der junge Mann räumte nun bei der Kriminalpolizei ein, dass die Tat nicht stattgefunden hat. Gegen ihn ermitteln Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei jetzt wegen des Vortäuschens einer Straftat und des Missbrauchs von Notrufen. Der Geschädigte, ein junger Mann (19), der als Soldat in Bad Reichenhall stationiert ist, meldete am Abend des 15. März 2026 über den Polizeinotruf, dass er von mehreren männlichen Unbekannten im Fürschlachtweg an der Fußgängerbrücke bedroht, körperlich angegangen und letztlich auch um Bargeld beraubt worden wäre. Die Polizeiinspektion Bad Reichenhall übernahm vor Ort die ersten Ermittlungen und leitete entsprechende Fahndungsmaßnahmen ein, die aber ergebnislos blieben. Die weiteren Untersuchungen übernahm in der Folge das zuständige Fachkommissariat 2 der Kriminalpolizei Traunstein. Schon bald ergaben sich für die Ermittler Zweifel an den Angaben des 19-Jährigen, welche sich nun endgültig bestätigten. Bei einer wiederholten Vernehmung durch die Kriminalpolizei räumte der junge Mann ein, die Tat erfunden zu haben. Deswegen wird nun gegen ihn selbst wegen des Vortäuschens einer Straftat und wegen des Missbrauchs von Notrufen ermittelt.