24-Stunden-Blitzmarathon – Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd
SÜDLICHES OBERBAYERN. Zu hohe und nicht angepasste Geschwindigkeit waren 2025 die Ursachen für rund ein Viertel aller tödlichen Verkehrsunfälle in Bayern. Aus diesem Grund beteiligte sich das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auch 2026 wieder am 24-Stunden-Blitzmarathon von Mittwochmorgen, 15. April 2026, bis Donnerstagmorgen, 16. April 2026.
„Trotz tagelanger Vorankündigung haben wir fast 900 Verkehrsteilnehmer feststellen müssen, die sich nicht an die Tempolimits gehalten haben“, kritisierte Polizeivizepräsident Michael Siefener. „Viel zu vielen ist das hohe Risiko, sich und andere durch zu schnelles Fahren zu gefährden, immer noch nicht bewusst. Daher werden wir auch künftig verstärkt die Geschwindigkeit kontrollieren müssen. Leider geht es bei Unbelehrbaren nur über den Geldbeutel bis hin zu Fahrverboten.“
16 Menschen verloren 2025 im südlichen Oberbayern im Straßenverkehr ihr Leben, weil zu schnell gefahren wurde. Das ist knapp ein Viertel der Verkehrstoten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Raser waren zudem für 1.373 zum Teil schwerverletzte Verkehrsteilnehmer verantwortlich. „Diese schlimmen Schicksale wären für die Betroffenen und auch Familien vermeidbar gewesen“, so Siefener.
Während des 24-Stunden-Blitzmarathons wurden im südlichen Oberbayern 28.268 Fahrzeuge gemessen. 893 Verkehrsteilnehmer mussten wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit an 121 verschiedenen Messstellen beanstandet werden. Zusätzlich wurden 145 weitere Verstöße festgestellt, die ebenfalls geahndet wurden.
Die gravierendste Geschwindigkeitsüberschreitung wurde am Mittwochabend auf der BAB A8 Fahrtrichtung Salzburg, bei Valley (Landkreis Miesbach) gemessen. Dort war die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h beschränkt. Um 23.49 Uhr wurde ein Pkw mit 240 km/h – also 140 km/h zu schnell - bei der Messung registriert. Den verantwortlichen Fahrzeugführer erwarten nun eine Geldbuße in Höhe von mehreren Hundert Euro, Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg und ein mehrmonatiges Fahrverbot.