Angriff auf syrischen Landsmann in Dachau – fünf syrische Tatverdächtige in Untersuchungshaft
DACHAU. Auf offener Straße kam es am vergangenen Donnerstagmorgen in Dachau zu einem überfallartigen massiven körperlichen Angriff auf einen 52-jährigen Syrer. Die Täter flüchteten. Das Opfer wurde mit zahlreichen teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert und intensivmedizinisch behandelt. Es befindet sich außer Lebensgefahr. Die Täter, fünf syrische Männer im Alter von 25, 26, 28, 38 und 46 Jahren konnten zwischenzeitlich in Essen festgenommen werden. Gegen sie wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II durch den Ermittlungsrichter des Amtsgerichts München die Untersuchungshaft wegen Verdachts des mittäterschaftlich begangenen versuchten Totschlags angeordnet.
Gegen 6 Uhr morgen alarmierten Passanten über Notruf Rettungskräfte und Polizei, als sie den stark blutenden Mann in der Martin-Huber Straße in Dachau entdeckten. Das Opfer wurde notversorgt und zur stationären intensivmedizinischen Versorgung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert.
Im Rahmen der umgehend eingeleiteten Fahndungs- und Ermittlungsarbeiten gelang es der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck unter Federführung der sachleitenden Staatsanwaltschaft München II noch am Tattag fünf unbekannte vom Tatort flüchtende Tatverdächtige zu identifizieren. Die Spur führte zu fünf in Essen lebenden syrischen Männern. Sie wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II am Abend des 30.04.2026 in Essen festgenommen und am Folgetag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft München II und ordnete gegen die fünf Männer die Untersuchungshaft wegen des Verdachts des versuchten Totschlags an.
Nach derzeitigem Sachstand der Ermittlungen passten diese gemeinschaftlich ihr Opfer gegen 6 Uhr morgens in Dachau ab, als dieses seine Wohnung verließ. Überfallartig attackierten sie es mit Tritten, Schlägen und Stichen. Als sie von herannahenden Zeugen gestört wurden, flüchteten sie. Die Zeugen kümmerten sich um das schwer verletzt zurückgelassene Opfer und verständigten über Notruf die Rettungskräfte.