Halskette geraubt: Polizei ermittelt und warnt vor der Masche des „Kettentricks“ – 2606024

In Haan hat am Samstag (6. Juni 2026) ein Paar einer 74-Jährigen die Halskette geraubt. De Polizei hat entsprechende Ermittlungen eingeleitet, bittet um Hinweise und warnt erneut und eindringlich vor dem so genannten "Kettentrick". Folgendes war geschehen: Gegen 13:20 Uhr war die Seniorin mit ihrem Auto an die Kurze Straße gefahren. Als sie dort auf Höhe der Hausnummer 7 parkte und aus ihrem Auto ausstieg, wurde sie von einer Frau angesprochen. Die Täterin riss der 74-Jährigen die goldene Halskette ab, händigte ihr eigenen Angaben zu Folge "zum Trost" zwei minderwertige Modeketten aus und stieg in einen Van, der mit laufendem Motor am Straßenrand gewartet hatte. Hierin soll sich eine weitere - nicht näher beschriebene - Person am Steuer befunden haben. Die Haanerin alarmierte folgerichtig die Polizei, die jedoch im Rahmen ihrer Fahndung leider keine verdächtigen Personen beziehungsweise das Fahrzeug antreffen konnte. Zu der Frau liegt die folgende Beschreibung vor: - etwa 1,68 Meter groß - korpulente Statur (rund 100 Kilo schwer) - dunkle Haare - südeuropäisches ErscheinungsbildDie Polizei fragt: Wer hat den Raub beobachtet oder kann die Ermittlungen durch sonstige sachdienliche Hinweise unterstützen? Hinweise nimmt die Polizei in Haan unter der Rufnummer 02129 9328-6480 jederzeit entgegen. Die Polizei nutzt den aktuellen Vorfall, um vor den sich zur Zeit häufenden Fällen mit dem so genannten "Kettentrick" zu warnen: So läuft der Kettentrick ab: Die Kriminellen handeln meistens alleine oder in kleinen Gruppen. Sie suchen gezielt nach älteren Menschen, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen. Die Kontaktaufnahme Die Taten finden in der Regel im öffentlichen Raum statt, also auf Straßen, Wegen, Plätzen oder auch in Cafés. Unter einem Vorwand nehmen die Kriminellen hier Kontakt zu ihren Opfern auf. Ein häufiger Vorwand ist die Bitte um eine Auskunft, beispielsweise eine Wegbeschreibung. Häufig geschieht die Ansprache auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus. Körperliche Nähe Die Kriminellen täuschen eine überschwängliche Dankbarkeit für die gegebene Auskunft vor und nehmen diese Dankbarkeit zum Anlass, dem Opfer ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck (zum Beispiel Kette, Armband, Ring) zu machen. Durch die Überschwänglichkeit in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt und abgelenkt werden. Unter dem Vorwand, beim Anlegen des Schmucks zu helfen, nehmen sie körperliche Nähe zu ihrem Opfer auf, indem sie es beispielsweise umarmen oder die Hände oder Unterarme umfassen. In manchen Fällen wird aber auch einfach der Schmuck ohne Austauschen gestohlen. Der Diebstahl Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie zeitgleich den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es unbemerkt. Oft bemerken die Betroffenen den Diebstahl erst später. Die Polizei rät: Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern. Stehen Sie, zur Not auch energisch, für Ihren persönlichen Raum ein. Suchen Sie zudem offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Personen an oder rufen Sie um Hilfe. Verständigen Sie nach einem (versuchten) Diebstahl die Polizei über den Notruf 110 und geben Sie relevante Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um der Polizei die Möglichkeit einer schnellen Fahndung zu eröffnen. Fragen bitte an: Kreispolizeibehörde Mettmann Polizeipressestelle Adalbert-Bach-Platz 1 40822 Mettmann Telefon: 02104 982-1010 Telefax: 02104 982-1028 E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de X: WhatsApp-Kanal: Wir haben jetzt auch einen eigenen WhatsApp-Kanal! Hier informieren wir über wichtige und interessante Polizeimeldungen: