Pressebericht vom 11.11.2020


11.11.2020, PP München
Pressebericht vom 11.11.2020
Inhalt:1744. Fremdenfeindliche Äußerungen – Lehel1745. Ermittlungsverfahren wegen mehrerer versuchter Tötungsdelikte1746. Diebstahl aus Hotel geklärt – Haidhausen1747. Beleidigung und Körperverletzung – Neuried1748. Verkehrsunfall mit Verletzten – Untersendling1749. Größerer Polizeieinsatz nach Bedrohungssituation – Großhadern
1744. Fremdenfeindliche Äußerungen – Lehel Am Sonntag, 08.11.2020, gegen 16:00 Uhr, befand sich eine 71-Jährige mit Wohnsitz in München in der Maximilianstraße. Dort schrie sie lautstark ausländerfeindliche Parolen. Zeugen, die den Vorfall mitbekamen, alarmierten den Polizeinotruf 110. Eine Streife der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) konnte die Frau im Bereich des Karlplatzes antreffen und festnehmen. Sie wurde wegen einer Volksverhetzung angezeigt. Da die Frau auf die Beamten psychisch auffällig wirkte und aufgrund ihres Verhaltens und weiterer Äußerungen auch eine Eigengefährdung der Frau nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde sie zur Behandlung in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Das Kommissariat 44 hat die Ermittlungen aufgenommen.
1745. Ermittlungsverfahren wegen mehrerer versuchter Tötungsdelikte Der 24-jährige Tatverdächtige ist seit dem 01.07.2020 als Krankenpfleger in einem Münchner Krankenhaus tätig. Er war für die Überwachung von nicht mehr intensivpflichtigen Patienten in einem sogenannten Wachraum zuständig. Hierbei handelt es sich um Patienten, die unter ständiger Aufsicht eines Pflegers und mit Hilfe technischer Überwachungsgeräte beobachtet werden. Diese müssen medizinisch eng betreut werden, bevor sie auf Normalstationen verlegt oder weiterführende Rehabilitationsmaßnahmen bei diesen eingeleitet werden. Am Vormittag des 07.11.2020 verschlechterte sich unerwartet in diesem Wachraum der Gesundheitszustand eines 91-jährigen und einer 54-jährigen Patientin. Beide konnten nur durch die sofortige Einleitung von intensivmedizinischen Maßnahmen gerettet werden. Ein aufmerksamer Oberarzt veranlasste daraufhin weiterführende Blutuntersuchungen und stellte fest, dass den Patienten eine hohe Dosis nicht verordneter Medikamente verabreicht worden waren. Diese waren in den konkreten Fällen lebensgefährlich. Ebenso erinnerte er sich an einen ähnlich gelagerten Vorfall vom 25.10.2020, bei dem sich der Gesundheitszustand eines ebenfalls 90-jährigen Patienten plötzlich verschlechtert hatte. Auch hier erbrachte eine Blutuntersuchung einen identischen Befund.Bei allen drei Patienten war der 24-jährige Tatverdächtige im relevanten Zeitraum als ständig anwesender Pfleger eingesetzt gewesen. Dieser Verdacht wurde am Sonntag, 08.11.2020, bei der Polizei zur Anzeige gebracht und der Tatverdächtige wurde von Seiten der Klinik nicht mehr zum Dienst eingeteilt. Noch am Sonntag, 08.11.2020, wurden die weiteren Ermittlungen durch die Mordkommission des Polizeipräsidiums München übernommen. Der 24-Jährige wurde am Montag, 09.11.2020, vorläufig festgenommen und durch Beamte der Mordkommission zum Tatvorwurf vernommen. In seiner Vernehmung bestritt er sämtliche Vorwürfe. Auf Antrag der Kapitalabteilung der Staatsanwaltschaft München I erließ der zuständige Ermittlungsrichter am Nachmittag des 10.11.2020 Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes in drei Fällen. Einer der geschädigten Patienten befindet sich nach wie vor in einem kritischen, aber stabilen Gesundheitszustand. Zur Bewältigung der erforderlichen umfangreichen Ermittlungen wurde bei der Mordkommission die Ermittlungsgruppe "Wachraum" mit 10 Beamten eingerichtet. In enger Kooperation mit dem zuständigen Krankenhaus wird der gesamte Beschäftigungszeitraum des Tatverdächtigen in Hinblick auf mögliche weitere Opfer oder Auffälligkeiten untersucht werden.
1746. Diebstahl aus Hotel geklärt – Haidhausen In der Nacht von Mittwoch, 06.11.2019, auf Donnerstag, 07.11.2019, entwendete ein damals unbekannter Täter eine Lederjacke aus einem Hotel im Stadtteil Haidhausen. Eine zur Tatzeit 36-jährige Münchnerin hatte die Jacke in der Hotellobby abgelegt. Einige Zeit später bemerkte sie, dass die Jacke im Wert von mehreren hundert Euro gestohlen wurde. Sie zeigte die Tat bei der Polizei an und die Ermittlungen übernahm daraufhin das Kommissariat 53.Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen konnte ein zur Tatzeit 58-jähriger Mann als Tatverdächtiger ermittelt werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I wurde ein Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnung in Ravensburg (Baden-Württemberg) erlassen. Bei der Wohnungsdurchsuchung durch Polizeibeamte aus Baden-Württemberg wurde die Jacke aufgefunden und sichergestellt. Der Mann wurde wegen des Diebstahls angezeigt. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 53.
1747. Beleidigung und Körperverletzung – Neuried Am Samstag, 31.10.2020, gegen 05:45 Uhr, befand sich ein 20-jähriger Münchner in der Forstenrieder Straße und warf im angetrunkenen Zustand Warnbaken einer Baustelle um. Danach begab er sich in die Verkaufsräume eines nahe gelegenen Geschäfts. Eine Angestellte des Geschäfts sprach ihn auf das Verhalten mit den Warnbaken an. Hierauf entgegnete er mit Beleidigungen, worunter sich auch fremdenfeindliche Äußerungen befanden.Daraufhin wurde er aufgefordert, das Geschäft zu verlassen. Zudem hatte er im Geschäft keine Mund-Nasen-Bedeckung auf. Der 20-Jährige fing daraufhin einen Streit mit einer anwesenden Kundin an und stieß diese noch gegen eine Glasscheibe der Auslage. Eine weitere Kundin schaffte es, den 20-Jährigen bis zum Eintreffen der zwischenzeitlich alarmierten Polizei zu beruhigen. Gegen den 20-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, versuchter Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde der 20-Jährige wieder entlassen. Das Kommissariat 44 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1748. Verkehrsunfall mit Verletzten – Untersendling Am Dienstag, 10.11.2020, 09:40 Uhr, befuhren vier Pkw die Albert-Roßhaupter-Straße stadteinwärts. Die Fahrzeuge befanden sich in folgender Reihenfolge auf dem rechten Fahrstreifen.Das erste Fahrzeug war ein Mercedes Pkw, mit dem eine 82-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis Bad-Tölz/Wolfratshausen fuhr. Sie wollte nach rechts in eine Einfahrt abbiegen. Hinter ihr fuhr ein 86-Jähriger mit Wohnsitz in München mit seinem VW Pkw. Hinter diesem fuhr eine 64-Jährige mit Wohnsitz in München in ihrem Pkw Fiat. Auch sie wollte nach rechts in eine Einfahrt einbiegen. Hinter diesen drei Fahrzeugen fuhr eine 90-Jährige mit Wohnsitz in München mit einem Pkw Audi. Die 90-Jährige stieß in das Heck des vor ihr fahrenden Fiats und schob diesen auf die beiden ebenfalls vorausfahrenden Fahrzeuge auf. An allen Fahrzeugen entstanden Sachschäden (zusammen über 23.000 Euro). Zudem wurde die 64-Jährige leicht verletzt und musste mit einem Rettungswagen in ein Münchner Krankenhaus zur Behandlung gebracht werden. Der 82-jährige Mercedesfahrer wurde ebenfalls leicht verletzt. Dieser benötigte vor Ort keine medizinische Behandlung. Die Münchner Feuerwehr musste austretende Betriebsflüssigkeiten der beschädigten Fahrzeuge binden.Die Münchner Verkehrspolizei übernahm die Verkehrsunfallunfallaufnahme. Für die Dauer der Unfallaufnahme, welche mehrere Stunden dauerte, wurde die Albert-Roßhaupter-Straße gesperrt. Es kam zu geringen Verkehrseinschränkungen. Gegen die 90-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall eingeleitet. Die Ermittlungen führt hier ebenfalls die Münchner Verkehrspolizei.
1749. Größerer Polizeieinsatz nach Bedrohungssituation – Großhadern Am Dienstag, 10.11.2020, gegen 20:00 Uhr, meldete sich ein Mitteiler beim Polizeinotruf 110 und gab an, von einem Mann mit einer Pistole und einem Schlagstock bedroht zu werden. Aufgrund der Angaben des Mitteilers und da eine bedrohliche Situation nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden mehr als zehn Streifen zur Tatörtlichkeit nach Großhadern geschickt. Diese konnten vor Ort ermitteln, dass der ursprüngliche Bedroher ein 56-Jähriger aus dem Landkreis Erding im Anschluss auch noch einen Abschleppdienstmitarbeiter bedrohte und sich danach in ein Wohnhaus zurückzog. Die Bedrohungssituation entstand, da der 56-Jährige mit seinem Mercedes Pkw aus einer Tiefgarage fahren wollte und diese durch einen Abschleppwagen blockiert war. Aufgrund dessen hielt er eine Schreckschusspistole in die Luft und zog zudem einen Teleskopschlagstock heraus. Im Haus konnte er von den Polizeibeamten angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Die Waffe und der Schlagstock konnten im Auto sichergestellt werden. Zudem fand ein eingesetzter Diensthund weitere Munition in der Wohnung, welche auch gesichert wurde. Da bei dem 56-Jährigen Alkoholgeruch wahrnehmbar war, wurde eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt. Im Anschluss wurde er zur weiteren Anzeigenbearbeitung und erkennungsdienstlichen Behandlung ins Polizeipräsidium gebracht, von wo aus er nach Beendigung aller Maßnahmen entlassen werden konnte. Er wurde anzeigt wegen der Trunkenheit im Verkehr, einer Ordnungswidrigkeit nach dem Waffengesetz und einer Bedrohung. Die Ermittlungen führt unter anderem die Verkehrspolizei München.