Pressebericht vom 07.07.2021
07.07.2021, PP München
Pressebericht vom 07.07.2021
Inhalt:
1007. Verkehrsunfallflucht eines Radfahrers nach Zusammenstoß mit einem Fußgänger – Pasing
1008. Verkehrsunfall zwischen Pkw und Radfahrer – Untergiesing
1009. Klärung von 106 Einbruchsdiebstählen – Westend
1010. Festnahme nach Handel mit Betäubungsmitteln – Pasing
1011. Verkehrsunfall mit Pkw; drei Personen verletzt – Aying
1012. Polizeieinsatz nach Bedrohungssituation – Laim
1013. Trickdiebstahl – Neuhausen
1007. Verkehrsunfallflucht eines Radfahrers nach Zusammenstoß mit einem Fußgänger – Pasing
Am Samstag, 26.06.2021, gegen 10:45 Uhr, schob ein 15-Jähriger aus München sein Fahrrad auf dem Gehweg durch eine Unterführung am Pasinger Bahnhofsplatz. Als er dort in einer Rechtskurve auf sein Fahrrad aufsteigen wollte, fuhr ein bislang unbekannter Radfahrer ebenfalls in die Unterführung und kollidierte dort mit dem 15-Jährigen. Er soll dabei nach den ersten Ermittlungen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein.
Durch den Zusammenstoß stürzten beide zu Boden und zumindest der 15-Jährige wurde dadurch verletzt. Er musste deshalb in ein Krankenhaus gebracht werden. Obwohl die zwischenzeitlich eingetroffenen Freunde des 15-Jährigen den unbekannten Radfahrer aufforderten, die Personalien anzugeben, entfernte sich dieser von der Unfallstelle, ohne seinen gesetzlichen Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen.
Die Ermittlungen unter anderem wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort werden durch die Münchner Verkehrspolizei geführt.
Der unbekannte Radfahrer wird wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 40 - 50 Jahre, ca. 180 cm groß, schlanke, sportliche Statur, wenige Haare auf dem Kopf, sprach sehr gut Deutsch; bekleidet mit schwarzer Fahrradbekleidung, fuhr ein schwarzes Rennrad
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang, insbesondere zur Person des unbekannten, männlichen Radfahrers machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando in der Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322 in Verbindung zu setzen.
1008. Verkehrsunfall zwischen Pkw und Radfahrer – Untergiesing
Am Dienstag, 06.07.2021, gegen 10:45 Uhr, fuhr eine 77-Jährige aus München mit einem Pkw Skoda die Kupferhammerstraße in Richtung Giesinger Berg und wollte nach den ersten Ermittlungen nach links in die Plattnerstraße abbiegen.
Dabei kollidierte sie mit einem ihr entgegenkommenden 36-jährigen Radfahrer aus München, wodurch dieser über die Motorhaube und Windschutzscheibe auf die Fahrbahn stürzte. Der 36-Jährige verletzte sich dadurch leicht und wurde in ein Krankenhaus gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro.
Gegen die 77-Jährige wird nun wegen unter anderem gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
1009. Klärung von 106 Einbruchsdiebstählen – Westend
Bereits am Freitag, 28.05.2020, verständigte ein Anwohner der Ganghoferstraße den Notruf 110 der Polizei, weil er gerade einen Unbekannten überraschte, der in seinen Keller einbrechen wollte.
Mehrere Streifen der Münchner Polizei fuhren damals zum Tatort und konnten in der Nähe einen heute 34-Jährigen italienischen Staatsbürger festnehmen. Von diesem Zeitpunkt an übernahm das Kommissariat 52 die weiteren Ermittlungen. Die Ermittler konnten dem 34-Jährigen nach mehrmonatiger akribischer Ermittlungsarbeit 106 Einbruchsdiebstähle zuordnen, die seit Beginn des Jahres 2020 im Stadtgebiet München, insbesondere in sozialen Einrichtungen, aber auch Wohnanwesen begangen wurden.
Der 34-Jährige entwendete Gegenstände im Wert von über 200.000 Euro, die er in den meisten Fällen veräußerte, um an Geld zu kommen. Zudem entstand ein Sachschaden in Höhe von über 150.000 Euro.
Das Landgericht München I verurteilte den 34-Jährigen nun zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten unter anderem wegen acht tatmehrheitlichen Fällen des Diebstahls. Das Urteil ist rechtskräftig.
1010. Festnahme nach Handel mit Betäubungsmitteln – Pasing
Am Sonntag, 04.07.2021, gegen 01:30 Uhr, verständigte eine 33-jährige Münchnerin den Notruf 110 der Polizei wegen eines vermeintlichen Wohnungseinbruchs.
Mehrere Streifen der Münchner Polizei fuhren daraufhin zum Tatort in die Paosostraße, konnten jedoch keine tatverdächtigen Einbrecher festnehmen. Bei der routinemäßigen Tatortaufnahme durch die Münchner Kriminalpolizei wurden in der Wohnung verschiedene Betäubungsmittel aufgefunden (darunter jeweils mehrere hundert Gramm Kokain und Marihuana).
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde daraufhin die Wohnung durchsucht. Hierbei konnten Betäubungsmittel in nicht geringer Menge aufgefunden werden, zudem mehrere tausend Euro Bargeld und weitere Beweismittel, die auf ein Handeltreiben mit Betäubungsmittel hindeuten. Zudem wurden mehrere verschiedene gefährliche Werkzeuge durch die Beamten sichergestellt (z.B. Baseballschläger und Elektroschocker).
Die drei Wohnungsnehmer, die 33-jährige Mitteilerin, ein ebenfalls 33-Jähriger und ein 40-Jähriger wurden daraufhin vorläufig festgenommen und in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Am Montag, 05.07.2021, erging gegen alle drei Haftbefehl.
Das Kriminalfachdezernat 8 hat die weiteren Ermittlungen wegen illegalen Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie dem zuvor angezeigten Einbruch in die Wohnung übernommen.
1011. Verkehrsunfall mit Pkw; drei Personen verletzt – Aying
Am Dienstag, 06.07.2021, gegen 16:50 Uhr, fuhr ein 69-Jähriger aus dem Landkreis München mit einem Pkw Toyota auf der Straße Kleinkarolinenfeld (Kreisstraße M 9) in Richtung Kleinschwaig.
Kurz vor der Einmündung zum Mitterweg wollte der 69-Jährige nach den ersten Ermittlungen einen Radfahrer überholen. Als er nach links ausscherte, kollidierte er mit einem ihm entgegenkommenden und mit einem 69-Jährigen aus dem Landkreis Freising und einer Beifahrerin besetzten Pkw Opel. Durch den frontalen Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge von der Fahrbahn abgelenkt.
Alle unfallbeteiligten Personen wurden verletzt und zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt mehreren tausend Euro.
1012. Polizeieinsatz nach Bedrohungssituation – Laim
Am Mittwoch, 07.07.2021, gegen 01:30 Uhr, verständigte ein 27-Jähriger aus München den Polizei Notruf 110 um ein vermeintliches Gewaltdelikt in einer Wohnung im Bereich der Perhamerstraße mitzuteilen und anschließend das Gespräch zu beenden. Bei einem erneuten Anruf bekräftigte der 27-Jährige diese Aussage.
Bei Eintreffen der unverzüglich eingesetzten Polizeibeamten an der Wohnung war diese bereits geöffnet. Der 27-Jährige trat unvermittelt auf die Beamten zu und bedrohte diese mit einer Langwaffe, in dem er auf sie zielte.
Nachdem sich die Beamten zunächst zurückgezogen hatten, forderten sie den 27-Jährigen unter Vorhalt der Dienstwaffen auf, die Wohnung unbewaffnet zu verlassen. Der 27-Jährige kam dem nach und konnte wenig später widerstandslos festgenommen werden.
Die ersten vor Ort geführten Ermittlungen ergaben, dass es sich bei der Waffe um eine realistische Nachbildung einer echten Schusswaffe handelte, die als sogenannte Softairwaffe verwendet wird. Auf den ersten Blick ist diese nicht von einer echten Schusswaffe zu unterscheiden.
Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden außerdem Betäubungsmittel aufgefunden. Diese, sowie die Waffe wurden sichergestellt.
Der alkoholisierte 27-Jährige wurde unter anderem wegen Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt und aufgrund seines auffälligen Verhaltens in einem Krankenhaus untergebracht.
Die Ermittlungen zu diesem Fall werden von dem Kriminalkommissariat 25 für Körperverletzungsdelikte geführt.
1013. Trickdiebstahl – Neuhausen
Fall 1:
Als eine über 80-jährige am Dienstag, 06.07.2021, gegen 10:45 Uhr, zu ihrer Wohnung im Bereich Dom-Pedro-Straße/Dachauer Straße zurückkehrte, stellte sie dort das Fehlen verschiedener Schmuckgegenstände fest.
Etwa eine halbe Stunde zuvor hatten sich zwei ihr unbekannte Personen unter einem Vorwand Zugang zur Wohnung verschafft und die 86-Jährige zeitweise abgelenkt und dabei mutmaßlich den Schmuck entwendet.
Fall 2:
Etwa zwei Stunden später war es zu einem weiteren Trickdiebstahl im Bereich der Quellenstraße (Au) gekommen.
Hier hatten sich zwei männliche Personen gegenüber eines über 80-Jährigen als Polizeibeamte ausgegeben und ihm glaubhaft gemacht, dass sie aufgrund eines Einbruchs in der Nachbarschaft dessen Wohnung überprüfen müssen.
Nachdem die beiden Unbekannten so in die Wohnung gelangten, lenkten sie den Wohnungsinhaber ab, um die Räumlichkeiten nach Wertsachen abzusuchen. Nachdem dieser jedoch keine Wertsachen zu Hause lagerte, verließen die beiden Unbekannten die Wohnung in unbekannte Richtung.
In beiden Fällen hat das Kriminalkommissariat 65 für Trickdiebstahl die Ermittlungen aufgenommen und prüft derzeitig einen möglichen Zusammenhang der beiden Taten.
Die Täter werden wie folgt beschrieben:
Täter 1:
Männlich, ca. 165 cm groß; bekleidet mit einer dunkelgrauen Jacke, graue Stoffhose, Mund-Nasen-Schutz, sprach Deutsch mit ausländischem Akzent
Täter 2:
Männlich, etwa 170 cm groß; Bekleidung: dunkelgraue Jacke, sprach hochdeutsch
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Dom-Pedro-Straße/Dachauer Straße und im Bereich der Quellenstraße (Au) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, dass sie die Angerufenen über vermeintliche Einbrüche in der Nachbarschaft informieren. Sie behaupten, dass sie deshalb in der Wohnung mögliche Geld- bzw. Schmuckbestände kontrollieren müssten.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können.