Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn
Gesamtstraftaten angestiegen - Probleme liegen tiefer
"Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeichnet ein differenziertes Bild der Kriminalität in unserem Präsidiumsbereich, das der Einordnung bedarf. Die Fallzahlensteigerung resultiert aus mehreren Faktoren: Neben abnehmendem Respekt vor fremdem Eigentum und dem veränderten Anzeigeverhalten der Bürgerinnen und Bürger spielt auch die Aufdeckung des Dunkelfelds eine entscheidende Rolle. Durch unsere intensiven Kontrollen können Straftaten, die sonst im Verborgenen liegen, sichtbar gemacht werden. Doch am meisten Sorge bereitet mir die in Teilen der Bevölkerung vorherrschende Gewalt, die sich in den gestiegenen Rohheitsdelikten, darunter Körperverletzung, Raub und Bedrohung, widerspiegelt. Hier liegen die Probleme tiefer als in anderen Phänomenbereichen", resümierte Polizeipräsident Frank Spitzmüller im Zuge der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 für das Polizeipräsidium Heilbronn.
Die Anzahl der Gesamtstraftaten ist um 3.083 Fälle angestiegen. Insgesamt 37.861 registrierte Straftaten bedeuten eine Zunahme um knapp 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (34.778). 15.406 Straftaten hiervon fanden 2025 im öffentlichen Raum statt. Im Vergleich zum Vorjahr (14.446) ist dies zwar ein Anstieg um 960 Taten, aber dennoch liegen die Fallzahlen unter dem Niveau von 2023 (16.040).
Maßgeblich ist der Gesamtanstieg auf Betrugsdelikte (+868 Fälle), Sachbeschädigungen (+666 Fälle), Körperverletzungen (+492 Fälle), Beleidigungen (+331) und Bedrohungen (+255 Fälle) zurückzuführen. Diese Deliktsbereiche machen knapp 85 Prozent des Anstiegs aus.
Raub- und Körperverletzungsdelikte sowie Beleidigungen zählen zu den sogenannten Rohheitsdelikten. Diese sind von 6.222 Fällen im Vorjahr auf 7.064 Straftaten im Jahr 2025 angestiegen. Diese Zunahme ist hauptsächlich auf die erhöhten Fallzahlen im Bereich der Körperverletzungsdelikte zurückzuführen, die über 60 Prozent der Rohheitsdelikte ausmachen. Die Zahl stieg von 4.086 auf 4.578 und damit um 492 Fälle.
Stadtkreis Heilbronn mit höchster Aufklärungsquote im Landesvergleich, Häufigkeitszahl zweier Kreise besser als der Landesschnitt, Rückgang der Straftaten im Main-Tauber-Kreis
Korrespondierend zur Erhöhung der Gesamtzahl an Straftaten stieg auch die Häufigkeitszahl, also die Anzahl der Straftaten bezogen auf 100.000 Einwohner, um rund 9 Prozent auf nun 4.303. Damit liegt das Polizeipräsidium Heilbronn trotzdem deutlich unter dem Landesschnitt von 4.902. Im weiteren Vergleich der Häufigkeitszahlen der Landkreise liegen die Landkreise Heilbronn (3.238) und Hohenlohe (3.701) ebenfalls unter dem Landesdurchschnitt von 3.922. Auch der Stadtkreis Heilbronn liegt mit 7.883 im Vergleich der Stadtkreise besser als der Durchschnitt im Land (8.053).
Die Aufklärungsquote des Polizeipräsidiums Heilbronn liegt mit 62,9 Prozent über der landesweiten Aufklärungsquote von 62,5 Prozent. Somit liegt sie seit bereits neun Jahren konstant über 60 Prozent. Der Stadtkreis Heilbronn liegt in Sachen Aufklärungsquote auf dem ersten Platz des landesweiten Vergleichs der Stadtkreise und damit vor Städten wie Stuttgart, Pforzheim, Mannheim, Heidelberg oder Karlsruhe.
Die Anzahl der Straftaten in den zum Polizeipräsidiums Heilbronn gehörenden Landkreisen stieg insgesamt an, im Main-Tauber-Kreis ist allerdings ein Rückgang zu verzeichnen. Während die Anzahl im Jahr 2024 bei 5.877 Fällen lag, ist sie 2025 auf 5.611 Fälle gesunken. Die höhere Anzahl an Straftaten 2024 ist überwiegend auf zwei größere Ermittlungsverfahren zurückzuführen, die im selben Jahr Eingang in die Statistik fanden.
Zwei Täter missbrauchten über einen Zeitraum von rund zwei Monaten die Tankkarte eines Vereins, wodurch es zu 236 Treibstoffverkäufen und damit verbundenen Hehlereien kam. Weitere knapp 160 Fälle sind auf ein Ermittlungsverfahren aus Wertheim zurückzuführen. Hier hat der Mitarbeiter eines Ladens rund 250 Koffer gestohlen und vor Ort an knapp 160 potentielle Kunden bzw. Hehler illegal weiterverkauft. (Link zur Pressemitteilung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110971/5930303). Die Koffer wurden sichergestellt und werden jetzt für einen guten Zweck versteigert.
Abnehmender Respekt vor fremdem Eigentum
4.357 Mal beschädigten Tatverdächtige im Jahr 2025 das Eigentum anderer. Dies bedeutet einen Anstieg um 666 Fälle und damit um 18 Prozent.
Der zunehmend verlorengehende Respekt vor fremdem Eigentum stellt einen möglichen Erklärungsansatz für den hohen Anstieg der Sachbeschädigungen dar. Zudem hat im Berichtszeitraum die Bundestagswahl stattgefunden - in diesem Zusammenhang kam es zu vermehrten Beschädigungen an Wahlplakaten. Es wurden 314 Sachbeschädigungen mit politischem Hintergrund registriert (Vorjahr 153 Fälle).
36 Einbrüche mehr als im Vorjahr verzeichnete das Polizeipräsidium Heilbronn 2025, das bedeutet insgesamt 424 Fälle, von denen 143 im Versuchsstadium blieben. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren zeigt sich ein leichter Anstieg, jedoch ist erwähnenswert, dass die Zahlen vor 10 Jahren noch doppelt so hoch lagen wie heute. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf zahlreiche präventive Maßnahmen und Angebote sowie erfolgreiche Ermittlungsverfahren zurückzuführen. Ein Blick auf die Tatverdächtigen zeigt, dass der Anteil der Nichtdeutschen 64,2 Prozent beträgt, was einem Anstieg von 9,5 Prozent im Bereich der Wohnungseinbrüche entspricht.
Die Festnahme eines Serieneinbrechers unterstreicht die unermüdliche Arbeit des Polizeipräsidiums Heilbronn im Kampf gegen Einbrüche. Durch akribische Ermittlungen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit konnte ein 73-jähriger polnischer Staatsbürger, der für mehr als 50 Einbrüche in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen verantwortlich sein soll, aufgespürt und festgenommen werden. Ein Einbruch in Möckmühl im November 2025 führte durch professionelle Tatortarbeit zu Übereinstimmungen mit anderen Tatorten und löste intensive Ermittlungen aus, die zu weiteren Taten führten, die der Mann seit 2014 begangen haben soll. Durch internationale Zusammenarbeit gelang es den Mann festzunehmen und zu inhaftieren. Wir berichteten: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110971/6218587.
Die Diebstahlsdelikte insgesamt sind mit 9.502 Fällen rückläufig (Vorjahr 9.529). 2.213 Taten davon waren Ladendiebstähle. Im Bereich des besonders schweren Fall des Diebstahls entfallen 459 von insgesamt 3.279 Taten auf Diebstähle an und aus Kraftfahrzeugen. In 357 Fällen wurden gesicherte Fährräder entwendet.
Anrufstraftaten
Den Schwerpunkt des Deliktsfeldes Vermögens- und Fälschungsdelikte stellen nach wie vor die Anrufstraftaten dar. Hierbei wird den Geschädigten auf betrügerische Art und Weise ein finanzieller Schaden zugefügt. Die Täter rufen zumeist aus Callcentern mit Sitz im Ausland bei den Opfern an und geben sich als Amtsperson oder beispielsweise nahe Verwandte aus. Sie fordern die Opfer auf, Vermögenswerte zur Verwahrung auszuhändigen. Variationen dieser Betrugsmaschen sind der Enkeltrick, Falsche Polizeivollzugsbeamte und der Schockanruf, wobei der Enkeltrick nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.
Der höchste Anstieg innerhalb des im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn begangener Taten im Bereich Anrufstraftaten ist mit 350 Fällen bei den falschen Polizeibeamten zu verzeichnen (2024: 167). Hierbei hebt sich besonders der Neckar-Odenwald-Kreis mit 225 Taten von den übrigen Stadt- und Landkreisen ab. Bei 328 Taten (90,9 Prozent), davon 221 im Neckar-Odenwald-Kreis, blieb es schlicht beim Versuch und es kam damit zu keinem finanziellen Schaden. Dieser Umstand zeugt von einer hohen Aufklärungs- und Sensibilisierungsrate und konsequentem Anzeigeverhalten der Bürger. Von insgesamt 22 vollendeten Taten konnten sieben aufgeklärt werden.
Der finanzielle Gesamtschaden, verursacht durch falsche Polizeibeamte, umfasst 695.842 Euro, was einen Durchschnittswert von 31.629 Euro je vollendeter Tat bedeutet. Die finanziellen Schäden, die durch Schockanrufe und Enkeltrick entstanden sind, sind beträchtlich. Bei den Schockanrufen belaufen sich die Schäden auf 408.800 Euro, was auf 14 vollendete Taten zurückzuführen ist, von denen drei aufgeklärt werden konnten. Im Fall des Enkeltricks wurde ein Schaden von 8.591 Euro verzeichnet, bei dem es sich um eine vollendete Tat handelt, die jedoch noch nicht aufgeklärt ist. Insgesamt beläuft sich der Gesamtschaden, der durch Anrufstraftaten verursacht wurde, auf mehr als 1,1 Millionen Euro.
Die Gesamtzahl der Anrufstraftaten hat sich mit 426 Fällen zwar deutlich erhöht (+132), jedoch blieben davon insgesamt 389 Taten im Versuchsstadium. Zur Erreichung dieses Ergebnisses spielten neben flächendeckender und umfangreicher Präventionsarbeit sowie Sensibilisierung in Zusammenwirken mit Senioren/-innen im Präsidiumsbereich auch Täterfestnahmen eine ausschlaggebende Rolle.
Gewalt gegen Polizei gestiegen
Insgesamt 180 Polizeibeamtinnen und -beamte wurden im vergangenen Jahr während der Ausübung ihres Dienstes im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn verletzt, drei davon schwer. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein nicht unerheblicher Anstieg der Fälle der Gewalt gegen Polizeibeamte erkennbar. Von 282 Fällen im Jahr 2024 stieg die Zahl im Jahr 2025 auf 339. Das bedeutet, dass es nahezu täglich zu Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn kommt, wobei in mehr als jedem zweiten Fall Beamtinnen und Beamte verletzt werden. In mehr als 50 Prozent der Fälle standen die Täter unter dem Einfluss von Alkohol.
"Für meine Kolleginnen und Kollegen stellen gewaltsame Konfrontationen leider ein anhaltendes Problem dar, das ihre tägliche Arbeit erheblich beeinträchtigt. Wir als Polizei werden uns aber keinesfalls wegducken, auch wenn in einigen Teilen der Bevölkerung die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung immer weiter sinkt und wohl keine ausreichende Kompetenz zur gewaltfreien Konfliktlösung besteht. Neben diesen gesellschaftlichen Faktoren führen sicherlich auch unsere Intensivierung der Kontrollen und die Präsenz an neuralgischen Punkten zu einem höheren Risiko von Widerstandshandlungen. Wir bleiben jedoch bei unserer konsequenten Linie und setzen uns unverändert für die Sicherheit und Ordnung in unserer Gesellschaft ein.", betont Spitzmüller.
Hoher Anteil ausländischer Tatverdächtiger, Rückgang bei der Jugendkriminalität
Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen nahm im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn um 684 zu (Vorjahr 16.519). Von den insgesamt 17.203 Tatverdächtigen handelte es sich in 7.083 Fällen um Ausländer. Damit hatten wie bereits im Vorjahr rund 41,2 Prozent der Tatverdächtigen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen sind auch nichtdeutsche Tatverdächtige ohne Wohnsitz in Deutschland (sogenannte "reisende Straftäter") enthalten. Hierbei handelt es sich um 509 Tatverdächtige mit Wohnsitz im Ausland.
Betrachtet man die ausländischen Tatverdächtigen im Verhältnis zur gesamten nichtdeutschen Bevölkerung, mit Wohnsitz im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn, begehen nur 4,7 Prozent der knapp 151.000 Ausländer Straftaten. Somit fallen mehr als 95 Prozent nicht in der Polizeilichen Kriminalstatistik auf.
Die Reihenfolge bei den fünf am häufigsten vertretenen Nationalitäten ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Hier liegt die Türkei mit 1.008 (2024: 1.026) Tatverdächtigen, vor Rumänien mit 951 (202: 999), Syrien mit 614 (2024: 489), der Ukraine mit 517 (2024: 441) und Polen mit 339 (202: 285).
Erfreulich ist der anhaltende Rückgang bei den jungen Tatverdächtigen. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine deutliche Abnahme bei den tatverdächtigen Kindern unter 14 Jahren, deren Zahl von 788 auf 740 sank, was einem Rückgang von über 6 Prozent entspricht. Ähnlich positiv entwickelt sich die Situation bei den Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren, deren Zahl von 1.472 auf 1.411 zurückging. Auch bei den jungen Erwachsenen, den sogenannten Heranwachsenden im Alter von 18 bis unter 21 Jahren, ist eine Verringerung der Zahlen von 1.088 auf 1.069 zu verzeichnen. Insgesamt ist somit in allen Altersgruppen der jungen Tatverdächtigen eine rückläufige Tendenz in den vergangenen zwei Jahren festzustellen.
Sehr hohe Aufklärungsquote bei Straftaten gegen das Leben, Partnergewalt auf Niveau von 2023, Messerangriff ähnlich dem Vorjahreszeitraum
Fast 100 Prozent der Fälle im Deliktsbereich Straftaten gegen das Leben konnten durch das Polizeipräsidium Heilbronn aufgeklärt werden. Im Jahr 2025 kam es zu 29 Straftaten wie Mord, Totschlag, fährlässige Tötung und Schwangerschaftsabbruch. Dies entspricht dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre. Insgesamt wurden 11 Menschen getötet und 18 Taten blieben im Versuchsstadium. Sieben Straftaten gegen das Leben standen im Zusammenhang mit Partnergewalt. Einer dieser Fälle ereignete sich im Juni 2025 in Künzelsau, wo ein 28-jähriger Mann seine 39-jährige Ex-Partnerin entführte. Bis in die Nachtstunden wurde nach der 39-Jährigen gesucht und nach dem Tatverdächtigen gefahndet. Zudem wurden verdeckte Maßnahmen betrieben um den Aufenthaltsort der Geschädigten zu bestimmen.
Die 39-Jährige schaffte es, trotz ihrer massiven und offenbar mit brutaler Gewalt zugefügten Verletzungen, sich aus den Fängen ihres Peinigers zu befreien und an einem Wohnhaus um Hilfe zu bitten.
Der Mann ist unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt. Da die Verhandlung erst Ende Januar 2026 beim Landgericht Heilbronn begann und noch nicht abgeschlossen ist, wird dieser Fall noch als nicht geklärt in der Polizeilichen Kriminalstatistik geführt, weshalb die Aufklärungsquote unter 100 Prozent liegt.
Im Bereich der Partnergewalt (eheliche und nichteheliche Gemeinschaft unabhängig von sexueller Orientierung, auch ehemalige Partner) wurden 2025 1.453 Fälle erfasst, womit das Polizeipräsidium wieder auf dem Niveau von 2023 liegt. Mehr als 300 Täter standen unter dem Einfluss von Alkohol und über 50 Prozent der Tatverdächtigen waren bereits vor der Tat polizeilich bekannt.
Eine Koordinierungsstelle sorgt auf Grundlage landesweiter Standards für eine intensive Analyse jedes einzelnen Falls von häuslicher Gewalt und es werden Maßnahmen zur Gefährdungsvermeidung getroffen. Im Jahr 2025 wurden 8 Hochrisikofälle bearbeitet. In 18 Fällen konnte eine Haftunterbringung erwirkt werden. "Wir bringen jede uns bekannt gewordene Gewaltanwendung in diesem Kontext niederschwellig zur Strafanzeige. Solche Taten müssen raus aus dem Dunkelfeld des wie auch immer gearteten häuslichen Umfeldes. Deshalb intervenieren wir wo immer uns möglich frühzeitig, um die weitere Opferwerdung zu unterbinden", stellt Polizeipräsident Frank Spitzmüller klar.
Unter dem Phänomen "Messerangriff" werden seit 2022 Tathandlungen, bei denen der Angriff mit einem Messer unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgeführt wurde, ausgewiesen. Das bloße Mitführen eines Messers reicht für die Erfassung als Messerangriff nicht aus. Insgesamt ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn 162 Messerangriffe (2024: 170 Straftaten). Hierbei wurden 74 Personen verletzt (56 leicht; 17 schwer; 1 tödlich). 57 Messerangriffe fanden im öffentlichen Raum statt, wobei 26 Personen verletzt wurden. Diese Zahlen entsprechen dem Vorjahreszeitraum.
Zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit
Das Polizeipräsidium Heilbronn arbeitet eng mit den Kommunen in allen Kreisen unseres Zuständigkeitsbereichs zusammen, um maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte zu entwickeln und umzusetzen, die auf die spezifischen Bedürfnisse jeder Region zugeschnitten sind. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Sicherheitspartnern können wir die Sicherheit in allen Kreisen unseres Zuständigkeitsbereichs weiter erhöhen und ein noch attraktiveres Wohnen und Leben für alle Bürgerinnen und Bürger gewährleisten.
Als weiterer Baustein zahlreicher Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept "Sicheres Heilbronn" erfolgt seit 3. September 2025 die stationäre polizeiliche Videoüberwachung am Heilbronner Marktplatz. Somit wurde ein weiterer notwendiger Schritt zur Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung an diesem zentralen Platz getan. Hochmoderne Kameras erlauben es uns seither, im dortigen Bereich relevante Sicherheitsvorfälle beziehungsweise potenzielle Straftatenbegehungen zu erkennen und vergleichsweise zügig darauf zu reagieren. Seit Beginn der Überwachung kam es zu insgesamt 192 Ereignissen, bei denen eine Interventionsstreife eingebunden wurde. Davon wurden in 13 Fällen Straftaten und in 9 Fällen Ordnungswidrigkeiten angezeigt. Insgesamt kam es in diesem Zusammenhang zu 15 Platzverweisen. In den weiteren Fällen haben sich die Beobachtungen nach Prüfung durch die Streife geklärt, ohne dass eine Anzeige gefertigt werden musste. (Stand 25.02.2026)
Bereits im April 2023 wurde die Kooperation "Sicheres Heilbronn" zwischen der Stadt und dem Polizeipräsidium Heilbronn vereinbart und umgesetzt. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung "Sicheres Heilbronn" am 17. Oktober 2024 zwischen Innenministerium Baden-Württemberg, Stadt Heilbronn und Polizeipräsidium Heilbronn wurde diese Vereinbarung noch einmal verstetigt und intensiviert. Neben der Waffen- und Messerverbotszone, zeigte auch die zunehmende, sichtbare Polizeipräsenz in der Heilbronner Innenstadt ihre Wirkung. Zum bereits erfolgreichen Jahr 2024 konnten die Kontrollzahlen nochmals gesteigert werden. 8.368 Personenkontrollen wurden im Rahmen der Konzeption im Jahr 2025 durchgeführt (Vorjahr: 6.155). Es wurden 788 erfasste Straftaten und 735 Ordnungswidrigkeitenanzeigen bearbeitet.
Kriminalprävention
"Ich bin außerordentlich erfreut über die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und dem Förderverein Sicherer Neckar-Odenwald-Kreis e.V., dessen Vorsitz der Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises, Dr. Achim Brötel, innehat und bei dem ich als Polizeipräsident die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden bekleide. Unsere Kampagne "Respekt. Echt. Jetzt!" hat sich als wichtiger Baustein in der Förderung von Respekt und Empathie in unserer Gesellschaft erwiesen. Durch die mobile Wanderausstellung und ergänzende Angebote wie Respektwochen und Vortragsreihen leistet sie einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung unserer Gemeinschaft. Als baden-württembergisches Präventionsprojekt sind wir stolz, auf dem Deutschen Präventionstag in Hannover vertreten zu sein und haben uns zudem für den Deutschen Präventionspreis beworben. Dies unterstreicht die Bedeutung unserer Präventionsarbeit und ich bin dankbar für die Gelegenheit, unsere Bemühungen auf überregionaler Ebene zu präsentieren.", unterstreicht Polizeipräsident Frank Spitzmüller die erfolgreiche polizeiliche Präventionsarbeit im Polizeipräsidium Heilbronn.
Für Rückfragen steht Ihnen die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des Polizeipräsidiums Heilbronn, Telefon 07131 1041010, zur Verfügung.
Eine Zusammenfassung der Polizeilichen Kriminalstatistik, mit weiteren Übersichten, ist auf der Homepage des Polizeipräsidiums Heilbronn https://ppheilbronn.polizei-bw.de/statistiken/ abrufbar.
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Heilbronn
E-Mail: heilbronn.pp.sts.oe@polizei.bwl.de