Polizeiliche Kriminalstatistik 2025: Polizei stellt Entwicklungen vor und verstärkt Maßnahmen – 2603012
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Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat am Montag (2. März 2026) die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Landrätin Dr. Bettina Warnecke, Kriminaldirektor Jan Mertin und der Leitende Polizeidirektor Holger Schepanski stellten die Zahlen im Rahmen einer Pressekonferenz in Mettmann vor.
Zur Bilanz:
Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten ist leicht gestiegen: 2025 registrierte die Polizei im Kreis Mettmann insgesamt 32.220 Straftaten - das sind 728 Fälle beziehungsweise 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig ging die Aufklärungsquote von 54,31 Prozent auf 51,73 Prozent zurück.
Trotz dieser Entwicklung bleibt die so genannte Kriminalitätshäufigkeitszahl weiterhin unter dem Landesdurchschnitt: Sie liegt in Mettmann bei 6.563 - für das Land NRW liegt sie bei 7.542. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl zeigt, wie viele Straftaten je 100.000 Einwohner registriert werden - so lassen sich kleine und große Städte hinsichtlich ihrer Kriminalitätsbelastung besser vergleichen. "Damit ist das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, im Kreis Mettmann nach wie vor geringer als in vielen anderen Teilen des Landes", sagt Landrätin Dr. Bettina Warnecke.
Zu den Treibern der steigenden Fallzahlen im Kreis Mettmann zählen insbesondere Delikte der leichten und mittleren Kriminalität, wie zum Beispiel Diebstahls- und Betrugsdelikte (plus 1.207 Fälle). Währenddessen gingen die Zahlen bei den Delikten, die erfahrungsgemäß das Sicherheitsgefühl bei den Bürgerinnen und Bürgern beeinträchtigen, mitunter deutlich zurück: So registrierte die Polizei weniger Sexualdelikte (minus 16 Prozent) und sexuelle Belästigungen (minus 20 Prozent). Auch die Anzahl der Körperverletzungsdelikte ist leicht gesunken (minus 2 Prozent).
Entwicklungen analysieren - Maßnahmen anpassen
"Das subjektive Sicherheitsempfinden lässt sich nicht alleine anhand von Kriminalstatistiken messen. Die Zahlen zeigen uns aber sehr deutlich, wo wir genauer hinschauen und gegebenenfalls Maßnahmen anpassen müssen. Unsere Ziele sind klar: Straftaten verhindern, Täterinnen und Täter ermitteln und das Sicherheitsniveau in unserem Kreis weiterhin stabil halten", sagt der Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde Mettmann Holger Schepanski.
Besonders aufmerksam verfolgt die Polizei die Entwicklung bei Wohnungseinbrüchen. Hier stiegen die Fallzahlen zuletzt von 779 auf 1.002 Fälle - die Talsohle der "Corona-Jahre", als viele Menschen zu Hause blieben und es dadurch weniger potenzielle Einbruchsziele gab, ist längst durchschritten. Bereits seit 2021 steigen die Zahlen in diesem Bereich an.
"Wohnungseinbruch ist ein Delikt, das das Sicherheitsgefühl der Menschen besonders stark berührt", erklärt der Leiter der Direktion Kriminalität Jan Mertin. "Deshalb haben wir unsere Maßnahmen jetzt noch einmal ausgeweitet. Dazu gehören verstärkte Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen sowie eine noch engere Zusammenarbeit mit Nachbarbehörden."
Parallel baut die Polizei ihre Präventionsarbeit weiter aus. Bürgerinnen und Bürger werden verstärkt über Einbruchschutz, die Bedeutung aufmerksamer Nachbarschaften und aktuelle Tätervorgehensweisen informiert. Zusätzlich konzentriert die Polizei Analyse- und Ermittlungsressourcen gezielt auf besonders betroffene Bereiche.
Erfolge im Kampf gegen Betrugsdelikte zum Nachteil von Seniorinnen und Senioren
Eine deutlich positive Entwicklung zeigt sich hingegen bei Betrugsdelikten zum Nachteil von Seniorinnen und Senioren. Hier halbierte sich die Zahl der registrierten Fälle von 1.762 auf 928 - ein Rückgang von knapp 53 Prozent.
"Diese Entwicklung zeigt: Prävention wirkt", sagt Dr. Bettina Warnecke. "Unsere intensive Aufklärungsarbeit, Vorträge, Informationskampagnen und die enge Zusammenarbeit mit Banken, Kommunen, sozialen Einrichtungen und der Presse tragen dazu bei, ältere Menschen besser zu schützen", so die Landrätin weiter.
"Viele Seniorinnen und Senioren sind heute zudem sensibler für Betrugsmaschen. Das ist ein wichtiger Baustein und ein Erfolg unserer gemeinsamen Arbeit mit vielen Partnern", ergänzt Kriminaldirektor Jan Mertin.
Trotz des Rückgangs bleibt der verursachte Schaden weiterhin hoch. Deshalb wird die Polizei ihre Präventionskampagnen und Ermittlungsmaßnahmen in diesem Bereich konsequent fortsetzen.
Auch insgesamt richtet die Polizei ihren Fokus verstärkt auf kriminalitätsbelastete Bereiche, moderne Analyseinstrumente sowie eine enge Zusammenarbeit mit anderen Sicherheitsbehörden.
"Kriminalität verändert sich ständig - und wir passen unsere Strategien kontinuierlich an. Unser Anspruch ist es, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Täterinnen und Täter konsequent zu verfolgen und den Menschen im Kreis Mettmann ein hohes Maß an Sicherheit zu bieten", erklärt Abteilungsleiter Holger Schepanski.
Die Darstellung der Kriminalitätsbilanz für das Jahr 2025 ist im Downloadbereich dieser Pressemeldung abrufbar.
Fragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Mettmann
Polizeipressestelle
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40822 Mettmann
Telefon: 02104 982-1010
Telefax: 02104 982-1028
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