Heranwachsender soll nach mehreren Verkehrsunfällen auf Personen zugefahren sein – Staatsanwaltschaft und Kripo ermitteln

ALTMÜHLDORF / ERHARTING, LKR. MÜHLDORF AM INN. Ein Heranwachsender mit slowakischer Staatsangehörigkeit ist verdächtig, am Sonntagabend, 3. Mai 2026, im Landkreis Mühldorf am Inn mehrere Verkehrsunfälle verursacht und danach jeweils seine Fahrt mit teils erheblich überhöhter Geschwindigkeit fortgesetzt zu haben, ohne an den Unfallstellen anzuhalten. Im Bereich Erharting soll der Tatverdächtige mit seinem Pkw auf mehrere Personen zugefahren sein, die sich nach eigenen Angaben nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnten. Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein übernahm die Kriminalpolizei Mühldorf am Inn die Ermittlungen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Am Sonntag (3. Mai 2026) soll ein Heranwachsender gegen 19.30 Uhr im Bereich der Staatsstraße 2550 auf der Höhe von Ecksberg in Fahrtrichtung Ampfing als Fahrer seines schwarzen Ford Mondeo mit slowakischer Zulassung einen Verkehrsunfall verursacht haben. Ohne anzuhalten, soll er seine Fahrt in nördliche Fahrtrichtung fortgesetzt und im Anschluss mit dem Unfallgegner ein Kraftfahrzeugrennen ausgetragen haben, wobei noch auf der Staatsstraße und im weiteren Verlauf auf der A94 und der B299 in Richtung Neumarkt-St. Veit mehrere gefährliche Überholmanöver mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h durchgeführt worden sein sollen. Auf einem Feldweg im Bereich Erharting soll er mit seinem Pkw auf mehrere Personen zugefahren sein und dabei deren Gefährdung zumindest billigend in Kauf genommen haben. Die Personen konnten nach eigenen Angaben ausweichen, so dass niemand verletzt wurde. Der Beschuldigte soll hierbei mit seinem Pkw mit dem Fahrzeug des Unfallgegners kollidiert sein und dieses erheblich beschädigt haben. Danach soll er sich mit hoher Geschwindigkeit vom Unfallort entfernt haben, bevor er beim Auffahren auf die B299 einen weiteren Verkehrsunfall verursacht und sich im Anschluss erneut unerlaubt entfernt haben soll. Unter Einsatzleitung der Polizeiinspektion Mühldorf am Inn wurden erste Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Der dringend Tatverdächtige konnte im Bereich Mühldorf-Nord durch Einsatzkräfte der örtlichen Polizeidienststelle vorläufig festgenommen werden. Er hatte sein vielfach beschädigtes Fahrzeug zwischenzeitlich abgestellt und seine Flucht fußläufig fortgesetzt. Das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn übernahm die Untersuchungen. Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein wird wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort, des verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie weiterer Straftaten ermittelt. Zur weiteren Aufklärung, insbesondere auch zur Frage eines möglichen Tötungsvorsatzes beim Zufahren auf mehrere Personen, hat die zuständige Staatsanwältin einen Sachverständigen mit der Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens beauftragt. Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den dringend Tatverdächtigen. Am gestrigen Montag (4. Mai 2026) erließ der zuständige Ermittlungsrichter am Amtsgericht Mühldorf am Inn einen Untersuchungshaftbefehl wegen Fluchtgefahr gegen den Mann im Heranwachsendenalter. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Zur Aufklärung des Sachverhalts bitten die Ermittler um Hinweise aus der Bevölkerung: Wer hat am Sonntagabend, 3. Mai 2026, im Bereich der genannten Fahrtstrecke Staatsstraße 2550 - BAB A94 - Bundesstraße 299 verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die mit dem Vorfall in Verbindung stehen könnten? Gibt es Personen, die zur genannten Zeit durch den schwarzen Ford Mondeo mit slowakischer Zulassung gefährdet oder geschädigt wurden? Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Sachverhalts dienen könnten? Hinweise nimmt die Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn unter der Telefonnummer 08631/36730 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.