Bilanz zum Rosenheimer Herbstfest 2026
Sehr positiv blickt die Rosenheimer Polizei auf die vergangenen zwei Wochen zurück. Auch Petrus brachte dem Fest viel Sonnenschein. Polizeidirektor Volker Klarner und Erster Polizeihauptkommissar Robert Maurer, Einsatzleitung des Herbstfest: „Stark präsent, beherzt konsequent war und ist das Erfolgsrezept der Rosenheimer Polizei, um für die Bürgerinnen und Bürger einen sicheren Wiesnbesuch zu gewährleisten und für die Anwohner die Beeinträchtigung im Alltag so gering wie möglich zu halten. Mit Unterstützung der Dienststellen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und der Bereitschaftspolizei sowie in enger Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, den Sicherheitsbehörden, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten, haben wir alle zusammen diese Herausforderung reibungslos und professionell bewältigt.“
Die starke Polizeipräsenz, insbesondere an den einsatzreichen Wochenenden und in den Nachtstunden, hat wesentlich dazu beigetragen, dass aufkommende Streitigkeiten bereits im Vorfeld unterbunden wurden. Durch eine konsequente Verkehrsüberwachung im näheren Umfeld des Festgeländes konnte das hohe Verkehrsaufkommen ohne größere Störungen aufrechterhalten werden.
Wiesnverbote
Zur Verhinderung von Sicherheitsstörungen und Straftaten ist das Wiesnverbot ein einschneidendes Mittel, um Störenfrieden und Randalierern Einhalt zu gebieten. Auf die Missachtung mit erneutem Betreten des Festgeländes wird mit Anzeige wegen Hausfriedensbruches reagiert. Von der Wiesnwache wurden bislang 55 (2025: 116) Wiesnverbote ausgesprochen.
Körperverletzungsdelikte
Die Anzahl der Körperverletzungsdelikte mit insgesamt 11 Anzeigen (2025: 17) ging im Vergleich zum Herbstfest 2025 erfreulicherweise erneut zurück. Bei den registrierten Vorfällen kam es zu keinen gravierenden Verletzungen. Die teilweise sehr hohe Alkoholisierung der Beteiligten steht damit in engem Zusammenhang.
Diebstahlsdelikte
Bislang wurden 10 Eigentumsdelikte (2025: 19) zur Anzeige gebracht, bei denen Wertgegenstände wie Fahrräder, Mobiltelefone und Geldbeutel ungewollt den Besitzer wechselten. Die präventiven Hinweise im Vorfeld der Veranstaltung sowie die polizeiliche Videoüberwachung auf dem Festgelände dürften dazu wesentlich beigetragen haben, die Delikte auf einem niedrigen Niveau halten zu können. Der Fahrraddiebstahl ist dabei mit vier Fällen statistisch erfasst.
Gewahrsamnahmen
Mit 7 Gewahrsamnahmen (2025: 11) bewegen sich die Arreste der überwiegend männlichen Festbesucher deutlich unter dem Wert des Vorjahres.
Gewalt gegen Polizeibeamte
Die Zahlen sind gegenüber 2025 rückläufig. Auf dem Festgelände kam es zu 4 Widerstandshandungen (2025: 11 Fälle). Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt - er ist weiter dienstfähig.
Jugend
Gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Rosenheim wurden zahlreiche Kinder und Jugendliche hinsichtlich Rauchens, Drogen und Alkohol überprüft. Der Schwerpunkt lag dabei mehr im Umfeld des Herbstfestgeländes. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Jugendlichen Alkohol an den bekannten Treffpunkten kaum mehr offensichtlich konsumierten. Rund 100 Kinder und Jugendliche (2025: 120) konnten beim Rauchen in der Öffentlichkeit angetroffen werden, mehr als die Hälfte davon mit einer sogenannten „E-Zigarette“.
Verkehr
Der Pkw-Verkehr verlief während der gesamten Volksfestzeit, auch während der beiden Festzüge, reibungslos. Insgesamt wurden 4 Fahrzeugführer (2025: 9) mit zu hohen Alkoholwerten bzw. drogentypischen Ausfallerscheinungen aus dem Verkehr gezogen, bei denen ein konkreter Bezug zum Herbstfestbesuch bestand. Weiterhin konsequent wurde das verbotswidrige Parken auf Behindertenparkplätzen sowie Not- und Rettungswegen geahndet. Insgesamt mussten 133 Fahrzeuge (2025: 121) abgeschleppt werden. Die Zahl der Beanstandungen für einfach gelagerte Parkverstöße bewegt sich im hohen dreistelligen Bereich.