A8 bei Siegsdorf: Keine schwerwiegenden Verstöße bei großangelegter Buskontrolle festgestellt

SIEGSDORF, LKR. TRAUNSTEIN. Am Donnerstag, den 17. September 2026, führte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd unter Federführung der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein eine organisations- und verbandsübergreifende Kontrolle des gewerblichen Personenverkehrs auf der Bundesautobahn A8 durch. Im Ergebnis war mit elf von 28 kontrollierten Kraftomnibussen zwar etwas mehr als jedes dritte Fahrzeug bzw. dessen Lenker zu beanstanden. Eklatante Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten wurden hierbei jedoch nicht festgestellt. Nach der Begrüßung der Einsatzkräfte durch den Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, Polizeirat Maximilian Lex, wurden gegen 10.00 Uhr die ersten Reisebusse auf das Gelände der Autobahnmeisterei in Siegsdorf zur dort eingerichteten Kontrollstelle geleitet. Der überwiegende Teil der festgestellten Verstöße entfiel auf das Fahrpersonalgesetz, das Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten sowie zur Beschaffenheit und Bedienung des Tachographen beinhaltet. Darüber hinaus verstießen mehrere Unternehmer gegen das Personenbeförderungsgesetz. Ein Bus war deutlich zu schnell unterwegs. Bei einem weiteren Fahrzeug aus Italien wurden Ölverlust an der Lenkhydraulik, ein beschädigter Reifen sowie ein ungesichert mitgeführter Gaskocher festgestellt. Bei einem kosovarischen Reisebus fielen den Kontrolleuren abgerostete Halterungen am Vorratsbehälter der Druckluftbremse auf. Überdies war ein Dreiecksquerlenker an der Vorderachse stark korrodiert. Vor Fortsetzung der Reise musste das Fahrzeug in einer nahegelegenen Fachwerkstatt instandgesetzt werden. Die Unterstützungskräfte der Grenzpolizeiinspektion Piding stellten bei zwei Reisegästen Fahndungsnotierungen fest. Beide Personen waren zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben, konnten aber ihre Reise nach erfolgter Sachbearbeitung vor Ort fortsetzen. Auch die eingesetzten Zöllner aus Traunstein und München hatten alle Hände voll zu tun. Sie kümmerten sich um Gepäckkontrollen und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften. In drei Fällen ordneten sie eine Nachverzollung im jeweils niedrigen dreistelligen Bereich an. Die in einem türkischen Reisebus entdeckten, illegal nach Deutschland eingeführten Bienenwaben wurden schließlich von einem Mitarbeiter des Landratsamts Traunstein vor Ort in Siegsdorf abgeholt. Als Kontrollergebnis standen elf Bußgeldanzeigen zu Buche. Die Summe der geleisteten Sicherheiten lag bei rund 5.200 Euro. Die vor Ort eingesetzten Kräfte zogen nach Abschluss der Kontrollen eine positive Bilanz. Als besonders wertvoll zeigte sich der Austausch von Fachwissen und die Optimierung der organisationsübergreifenden Kommunikation. Beteiligt waren neben den Schwerverkehrskontrollgruppen der einzelnen bayerischen Landespolizeiverbände auch Fahnder der Bayerischen Grenzpolizei, der Bundespolizei, der Regierung von Oberbayern sowie Kräfte des Zolls. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte beteiligt.