Während der Kontrolle vor der Polizei geflüchtet – Festnahme

Polizisten nahmen in der vergangenen Nacht einen Mann in Tempelhof fest. Kurz vor 1 Uhr bemerkte eine Funkwagenbesatzung einen Audi an der Kreuzung Manteuffelstraße/Alt-Tempelhof und entschloss sich, den Wagen anzuhalten und diesen sowie den Fahrer verkehrsrechtlich zu überprüfen. Unterdessen fuhr der Audi auf das Gelände einer Tankstelle an der Podewilstraße und hielt an. Dort hielt auch die Funkstreifenbesatzung, stieg aus und sprach den Fahrer, der bei teilgeöffnetem Fenster noch im Fahrzeug saß, an. Der Aufforderung zur Aushändigung von Fahrzeugschein und Fahrerlaubnis kam der Mann jedoch nicht nach. Stattdessen schloss er das Fenster, startete den Motor des Autos und fuhr los. Ein Polizist konnte hierbei nur durch einen Schritt zur Seite verhindern, dass er von dem Audi erfasst wurde. Bevor er vom Tankstellengelände wieder auf die Manteuffelstraße fuhr, stieß der zunächst noch Unbekannte gegen ein vor ihm geparktes Auto. Auf der Manteuffelstraße fuhr der Flüchtende mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Attilastraße. An der Kreuzung Albrechtstraße überholte er dabei zwei verkehrsbedingt wartende Fahrzeuge rechts, fuhr bei Rot ungebremst in den Kreuzungsbereich hinein und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit weiter. An der Kreuzung Manteuffelstraße/Attilastraße wiederholte er das schon zuvor gezeigte Manöver, indem er erneut zwei verkehrsbedingt wartende Fahrzeuge rechts überholte und in den Kreuzungsbereich hineinfuhr. Dabei verloren die Einsatzkräfte die Sicht auf den Flüchtenden. Als sie selbst den Bereich der Attilastraße erreichten, stellten sie den Audi schwer beschädigt und ohne Fahrer im Bereich Attilastraße/Alarichstraße fest. Ermittlungen zufolge prallte der Audi zunächst gegen einen Ampelmast und schließlich gegen eine Hauswand. Der 27-jährige Fahrzeugführer flüchtete zu Fuß weiter, konnte jedoch noch in der Nähe von den Polizisten gestellt und festgenommen werden. Bei dem Verkehrsunfall erlitt er Kopf- und Beinverletzungen und wurde, da er sich in Hafturlaub befand, durch Rettungskräfte ins Haftkrankenhaus gebracht. Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte mehrere kleinere Gefäße und Tütchen mit Kokain und Cannabis und beschlagnahmten diese. Der Tatverdächtige muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts des Unfalls unter dem Einfluss berauschender Mittel, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, der Straßenverkehrsgefährdung durch grobes und rücksichtsloses Schnellfahren an unübersichtlichen Stellen, eines gefährlichen Eingriffes in den Straßenverkehr, der Unfallflucht und wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Die Ermittlungen dauern an.