Schussabgabe auf Personengruppe – Festnahmen wegen Betäubungsmitteln und Falschgeld
Vorgestern Nachmittag eskalierte eine Auseinandersetzung in Mitte. Gegen 16:20 Uhr wurden Einsatz- und Rettungskräfte zu einer verletzten Person am Alexanderplatz alarmiert. Bisherigen Erkenntnissen zufolge kam es dort zuvor zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen. Ein männlicher Täter aus der größeren Personengruppe habe daraufhin eine Schusswaffe gezogen und in Richtung der kleineren Personengruppe geschossen. Danach übergab der Täter die Schusswaffe an einen Mittäter, der ebenfalls in Richtung der kleineren Personengruppe schoss. Anschließend flüchteten die beiden Schützen. Ein 25 Jahre alter Mann wurde leicht am Bein verletzt. Alarmierte Rettungskräfte brachten den 25-Jährigen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Eine unmittelbare Schusseinwirkung konnte durch einen Arzt nicht festgestellt werden.
Einsatzkräfte der BAO Ferrum waren unmittelbar nach der Tat am Ort und stellten dort eine Patronenhülse sicher. Im Rahmen von Aufklärungsmaßnahmen konnten die Einsatzkräfte zwei Fahrzeuge ermitteln, die einem 23-Jährigen zugeordnet werden konnten. Bei ihm soll es sich um einen der beiden Täter handeln. Zivilfahnder hielten den einen Wagen gegen 22:35 Uhr in der Karl-Marx-Allee und wenig später den anderen in der Carola-Neher-Straße an. Dabei trafen die Kräfte unter anderem auf den 26 Jahre alten Bruder des 23-jährigen Tatverdächtigen und nahmen diesen fest, nachdem sie im Fahrzeug Geld im hohen dreistelligen Bereich sowie Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt hatten. Nach staatsanwaltschaftlicher Anordnung wurden noch in der Nacht von den Einsatzkräften zwei Wohnungen in Kreuzberg und Hellersdorf durchsucht. Bei diesen handelt es sich um die Melde- und Aufenthaltsanschrift des 23-Jährigen. Der Tatverdächtige wurde nicht angetroffen. Die Durchsuchungen
führten zwar nicht zum Auffinden der mutmaßlichen Tatwaffe, jedoch stießen die Einsatzkräfte der BAO Ferrum auf etwa vier Kilogramm Amphetamin, rund ein Kilogramm Ketamin, etwa ein Kilogramm Kokain, rund zwei Kilogramm einer synthetischen psychoaktiven Substanz, je etwa ein Kilogramm Ecstasytabletten und kristallines Ecstasy sowie rund 550 Tabletten, deren Besitz einen Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz darstellt. Zudem wurden auch Geld im fünfstelligen Bereich und Falschgeld sichergestellt. Weiterhin trafen die Kräfte einen 28-Jährigen in einer der Wohnungen an und nahmen diesen ebenfalls fest. Die beiden 26- und 28-Jährigen wurden in ein Polizeigewahrsam gebracht. Gegen beide besteht der Verdacht des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln, des Inverkehrbringens von Falschgeld sowie des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz. Das Fachkommissariat für Arzneimittel- und Rezeptfälschungsdelikte des Landeskriminalamts führte die Personen gestern richterlich vor.
Während der Jüngere wieder auf freien Fuß kam, wurde gegen den Älteren ein Haftbefehl erlassen. Die weiteren Ermittlungen im Zusammenhang mit den Schussabgaben wurden von einem Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 (City) übernommen. (ök)
Pressearbeit und Erreichbarkeit